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    Alter Bridge ist eine über ein Jahrzehnt andauernde Erfolgsgeschichte. Die Vorgänger-Band Creed führte mehrfach die Spitze der Rockcharts an und verkaufte weltweit rund 25 Millionen Alben. 2004 trennten sich Creed von ihrem Sänger Scott Stapp. Wenige Monate später gründeten die verbliebenen drei Musiker mit ihrem neuen Sänger Myles Kennedy Alter Bridge und setzten den weltweite Erfolg fort: Die beiden Alben „One Day Remains“ und „Blackbird“ stiegen ganz oben in die internationalen Charts. Der Nachfolger ist für Ende September angekündigt. Im Anschluss gehen Alter Bridge auf Welttournee, die sie zwischen dem 29. Oktober und 29. November für sechs Konzerte nach Deutschland führt. Ihre Stationen sind Hamburg, Berlin, Köln, München, Frankfurt und Dortmund.

    USA zum Ende des letzten Jahrtausends: Grunge, die letzte große Revolution der Rockmusik, ist fast zehn Jahre alt; auf dem Fundament der ersten Grunge-Protagonisten wie Nirvana, Pearl Jam oder Soundgarden hat sich eine neue Szene sogenannter Post-Grunge-Künstler etabliert, die den Markt der amerikanischen Rockmusik kommerziell bestimmt. Allen voran Creed, die erfolgreichste Band dieser Ära. Mit gerade mal drei Alben platziert sich das Quartett im Olymp des Alternative Rock. „Es war eine einzigartige Zeit“, beschreibt Gitarrist Mark Tremonti. „Was ich dort gelernt habe, wird mich mein restliches Leben begleiten. Aber man sollte erkennen, wenn etwas zu Ende geht.“ 2004 führen die häufig zitierten ‚persönlichen Differenzen’ zur Trennung.

    Zwei Monate später kündigen die ehemaligen Mitglieder Mark Tremonti, Bassist Brian Marshall und Schlagzeuger Scott Phillips die Gründung einer neuen Band an. Zusammen mit dem ehemaligen Mayfield Four-Sänger Myles Kennedy heben sie Alter Bridge aus der Taufe. Bereits im August 2004 veröffentlichen sie ihr Debüt „One Day Remains“. Der kraftvolle, melodiegetriebene, dynamische Rocksound ist geblieben, wird aber durch Elemente aus Blues, Soul, Hardrock und Heavy Metal ergänzt.

    Alter Bridge sind sofort akzeptiert und werden auf Tourneen durch die USA und Europa gefeiert. Zurück in ihrer Heimat Orlando/Florida trennen sie sich von ihrer Plattenfirma. Ohne einen Vertrag in der Tasche mieten sie auf eigene Rechnung ein Studio in Nashville und produzieren ohne äußeren Druck den Nachfolger. „Blackbird“ zeugt von einer stilistischen Spannbreite und kompositorischen Vielschichtigkeit, wie sie nur die wenigsten Künstler der Gegenwart beherrschen. „Und doch“, so glaubt Tremonti, „sind wir in erster Linie eine Live-Band. Wir machen Platten, damit wir einen Grund haben, auf Tour zu gehen.“

    Diese Aussage belegt auch das für Mai erwartete CD-/DVD-Paket „Live From Amsterdam“, auf dem sich Alter Bridge von ihrer intensivsten Seite präsentieren. Ende März wurden die Aufnahmen zu ihrem dritten Studioalbum abgeschlossen, das Ende September erscheinen soll. Sie selbst sprechen vom „bislang inspiriertesten und dynamischsten Material. Es wird schwer, aus den vielen großartigen Songs jene zu destillieren, die es am Ende auf das Album schaffen.“ Die Kreativität bei Alter Bridge ist ungebremst.

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