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Paul Simon hat sich mit Klassikern von „Sounds Of Silence“ bis „Still Crazy After All These Years“ als einer der besten und begabtesten Songschreiber und Interpreten der Rockgeschichte etabliert. Eine einzigartige Karriere, die sich vom Ende der 50er Jahre bis in die Gegenwart spannt, weist den Ausnahme-Künstler als langlebigste Ikone der Pop- und Folkrock-Musik aus. Ob mit dem populärsten Folk-Duo aller Zeiten, „Simon & Garfunkel“, oder solo stets galt Paul Simon als Beispiel für außergewöhnlichen Erfolg, gepaart mit außergewöhnlicher Qualität. Der 13fache Grammy-Gewinner schuf mit seiner gefeierten Hommage an die Musik Südafrikas „Graceland“ und dem Bestseller „Bridge Over Troubled Water“ Meisterwerke seines Genres. Paul Simon gastiert am 14. Juli im Tanzbrunnen in Köln und am 25. Juli in der Zitadelle in Mainz.
Paul Simons Karriere pendelte seit den späten 50er Jahren zwischen Soloprojekten und seiner Zusammenarbeit mit Art Garfunkel, dem Schul- und Studienfreund aus dem New Yorker Stadtteil Queens. Als „Tom & Jerry“ – in Anlehnung an die Zeichentrick-Charaktere – landeten die 16jährigen mit „Hey Schoolgirl“ ihren ersten Hit, bevor sich ihre Wege erneut trennten. 1964 fanden sie sich als Folkduo in Greenwich Village wieder, der Wiege ihres ersten Albums „Wednesday Morning, 3 a.m.“, das ein dramatischer kommerzieller Flop zu werden schien. Paul ging enttäuscht nach England und veröffentlichte sein „Paul Simon Songbook“, als ein eigenmächtiger Remix von „Sounds Of Silence“ unter Hinzufügung von Schlagzeug, Bass und E-Gitarre „Simon & Garfunkel“ Ende ’65 an die Spitze der internationalen Charts katapultierte.
Songs wie „Homeward Bound“, „I Am A Rock“ und die Hymne „Mrs. Robinson“ aus dem Film „Die Reifeprüfung“ etablierten „Simon & Garfunkel“ als Superstars. Die Götterdämmerung kam 1970 mit „Bridge Over Troubled Water“, dem erfolgreichsten Album dieser Epoche, das gleichzeitig auch eine entscheidende Zäsur markierte. Art Garfunkel entschied sich für eine Schauspielkarriere, während sich Paul Simon wieder einmal auf sich selbst konzentrierte.
„There Goes Rhymin‘ Simon“ war 1973 der erfolgreiche Befreiungsschlag, der Hits à la „Loves Me Like A Rock“ und „Take Me To The Mardi Gras“ hervorbrachte. 1975 erreichte er mit dem Album „Still Crazy After All These Years“ und den Singles „50 Ways To Leave Your Lover“ sowie „My Little Town“ (mit Gast Art Garfunkel) solo die Höhen der „Simon & Garfunkel“-Popularität. Dies übertraf er 1986 mit dem genialen „Graceland“-Album, einer Symbiose seiner Folkmusik mit der Folklore Südafrikas. Das multikulturelle Werk begeisterte Fans weltweit. Die Grammy-Auszeichnungen waren Ausdruck der internationalen Anerkennung, die den Visionär und Ausnahmekünstler Paul Simon erneut bestätigte.