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Ihr Arbeitsethos geht weit über das gewohnte Maß hinaus. Seit das walisische Trio Stereophonics 1997 sein Debütalbum Word Gets Around veröffentlichte, arbeiten sie fast ohne Pause an dem kontinuierlichen Ausbau ihrer internationalen Karriere. Exakt alle zwei Jahre erschien seither ein neues Studioalbum, mit dem sie im Anschluss jeweils rund eineinhalb Jahre auf Welttournee gingen. Die aktuelle Tour zum letzten Album Pull The Pin bildet da keine Ausnahme. Die anstehenden Gastspiele bei Rock am Ring und Rock im Park sowie die drei Clubshows am 24.06. in Stuttgart, am 27.06. in Leipzig und am 28.06. in Essen stellen bereits den dritten Deutschlandbesuch im Rahmen der laufenden Tournee dar.
Als sich 1992 drei Kumpel aus Jugendtagen in der südwalisischen Kleinstadt Cwmaman zu der Coverband Tragic Love Company zusammentaten, hätte niemand ahnen können, dass sie nur wenige Jahre später zur Crème de la Crème der britischen Pop- und Rockmusik zählen würden. Gitarrist und Sänger Kelly Jones, Bassist Richard Jones und Schlagzeuger Stuart Cable waren anfänglich keineswegs von ihren Qualitäten überzeugt. „Deshalb haben wir zunächst nur unsere Lieblingsbands gecovert, anstatt uns mit eigenen Songs an die Öffentlichkeit zu wagen“, lacht Kelly Jones viele Jahre später. Doch nach der Umbenennung in Stereophonics und der Emanzipation von den großen Vorbildern ging es zügig voran. Richard Branson, ehemaliger Inhaber von „Virgin Records“, nahm die junge Band 1996 als eine der ersten auf seinem frisch gegründeten Label V2 unter Vertrag.
Branson sollte Recht behalten. Gleich mit dem ersten Album Word Gets Around stiegen die Stereophonics in die Topliga britischer Rockacts auf. Das Album gewann bereits kurz nach Erscheinen den renommierten „Brit Award“. Alle folgenden Longplayer stiegen als Ergebnis dieses frühen Erfolges bis auf Platz 1 der britischen Charts. Das im Sommer 2007 veröffentlichte sechste Studioalbum Pull The Pin folgte dieser Tradition. Bereits in der ersten Verkaufswoche belegte es die Spitzenposition der englischen Hitlisten. Dahinter verbirgt sich eine sowohl künstlerische als auch kommerzielle Kontinuität, die nur den wenigsten europäischen Gruppen gelingt. Im Sturm eroberten die Waliser die Herzen der Fans mit ihrer prägnanten Mischung aus saftigen Rockgitarren, hinreißenden Melodien, stimmungsvollen Arrangements, emotionalen Texten und der gelungenen Portion Pop-Appeal.
Ein Krankheitsfall in Kelly Jones Familie führte Anfang 2006 zur ersten echten Pause seit fast einem Jahrzehnt. Zeit, die sie nutzten, um aufzutanken und zur Ruhe zu kommen. Als sie sich – mittlerweile ergänzt durch den neuen Drummer Javier Weyler, der den ausgestiegenen Stuart Cable ersetzt – Ende 2006 wieder zusammenfanden, sprudelte die Kreativität. In nur zehn Tagen entstanden zehn Songs für das neue Album, das die Band innerhalb kürzester Zeit aufnahm. Parallel spielte Kelly zudem aus den übrig gebliebenen Songs sein erstes, sehr intimes Soloalbum Only The Names Have Been Changed ein. Die Pause hat ihnen gut getan. Die Stereophonics klingen auf Pull The Pin so „frisch, rockig und direkt wie seit den Anfangstagen nicht mehr“, wie Kelly Jones bekennt. Von ihrem Verve und der wiedergewonnenen Lust am Spiel konnten sich die deutschen Fans bereits im vergangenen September und Februar überzeugen. Nun kehrt das mitreißende Trio im Juni für fünf weitere Konzerte nach Deutschland zurück und gastiert dabei unter anderem bei Rock am Ring und Rock im Park. Wieder wird man Abende voll besonderer Momente und melodiöser Magie erleben.