Seite 1

Seal hat der Soulmusik ein zeitgemäßes Klangbild verliehen und damit die Herzen der Fans im Sturm erobert. Nach dem überragenden Erfolg seiner letzten Studio-CD „Seal IV“ legt der smarte Sänger nun mit „System“ sein erstes Album mit neuen Songs seit vier Jahren vor. Der 45jährige Interpret mit der intensiven und warmen Stimme löst immer wieder euphorische Reaktionen des Publikums aus, das sich nach mehreren Jahren endlich wieder auf eine CD und Live-Konzerte freuen darf. Im Juli gastiert Seal in Hamburg und Leipzig.

Der introvertierte Star ließ sich viel Zeit, bevor er die Musikwelt mit einem neuen, ausdruckstarken Longplayer überraschte. „System“ entstand in Zusammenarbeit mit Produzent Stuart Price, der bereits für den innovativen Sound von Madonnas „Confessions on a Dancefloor“ verantwortlich zeichnete. Das aktuelle Album schließt an die Erfolge von „Crazy“ und „Kiss from a Rose“ an und überzeugt durch einen kraftvollen Sound. Die Mischung aus Soul, Rock und Rhythm & Blues ist eine Lektion zeitloser wie perfekter Popmusik. Seal, der fast alle Lieder auf seiner Gitarre komponierte, ist wieder in Höchstform. „Mit dem Album kehre ich zu meinen Wurzeln zurück“, erklärt der Mann mit dem kahlen Schädel und dem athletischen Körper.

Die hochenergetischen Songs „Swoosh“ und „System“ zeichnen sich durch brillanten Gitarrensound und den treibenden Elektro-Beats von Stuart Price aus. Das Ibiza beeinflusste „The Right Life“ und das emotionale „Amazing“, zugleich die erste Singleauskopplung, hätten auch auf sein Debüt gepasst. Mit „Rolling“, das von akustischer Gitarre und Streichern begleitet wird, und „Wedding Day“, das Seal an seinem Hochzeitsmorgen für seine Frau Heidi Klum schrieb, sind zwei wunderschöne Balladen vertreten.

Seal wurde am 19. Februar 1963 als Sohn nigerianischer und brasilianischer Einwanderer in London geboren. Nach einem Architekturstudium nahm er verschiedene Jobs an. Doch seine eigentliche Liebe gehörte der Musik. Zunächst sang er in Bars und Kneipen, stieg dann in die Funkband Push ein, mit der er erste Tourerfahrungen sammelte. Später schloss er sich einer Bluesband an, bevor er allein durch Indien tourte.

1990 kehrte er nach England zurück, lernte Adamski *kennen und hatte mit diesem zusammen seinen ersten Welthit „Killer“. Seine Karriere als Solokünstler startete *Seal in Kollaboration mit Trevor Horn. Sein erstes Album präsentierte mit „Crazy“ den absoluten Megahit.

Drei Jahre vergingen bis zur Veröffentlichung des zweiten Albums, das den Blockbuster „Prayer for the Dying“ enthielt. Einen großen Schub erhielt diese CD mit der Single „Kiss from a Rose“ auf dem Batman-Soundtrack, der in den USA zur Nummer 1 aufstieg. Wiederum vier Jahre später, 1998, veröffentlichte er „Human Being“, ein Album, das wieder von der Zusammenarbeit mit Produzentengenie Trevor Horn profitierte.