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Coldplay kündigen „Viva La Vida“-Europatour an
Multi-Grammy-Gewinner knüpfen an US-Erfolgstour an
Konzerte in Mannheim, Köln, Hamburg, Berlin, Wien und München

Coldplay haben ihre „Viva La Vida“-Europatour angekündigt, die nach ihrem gleichnamigen neuen Album benannt ist, das am 12. Juni veröffentlicht wird. Die Tournee, produziert von Live Nation, beginnt am 1. September im französischen Straßburg. Vom 2. bis 26. September stehen Auftritte in Mannheim, Köln, Hamburg, Berlin, Wien und München auf dem Plan. Genaue Ticketinformationen sind über www.coldplay.com, www.livenation.com, www.mlk.com, www.eventim.de und www.oeticket.com erhältlich.

Vor dem offiziellen Start spielen Coldplay Frei-Konzerte in der Londoner Brixton Academy und im New Yorker Madison Square Garden. „Viva La Vida“, Coldplays jüngstes Album, wurde von Brian Eno und Markus Dravs produziert. Die CD tritt die Nachfolge von „X & Y“ aus dem Jahr 2005 an, die in 32 Ländern als Nr. 1 debütierte und weltweit bisher mehr als 10 Millionen Einheiten verkauft hat.

Die erste Single „Violet Hill“ wurde von zwei Millionen Fans innerhalb einer kostenlosen Wochenfrist herunter geladen, die von Coldplay festgelegt worden war.

„Leadsänger Chris Martin brütet über einer verlorenen Liebe mit einer bissigen Säuernis, die ihn menschlicher als je zuvor klingen lässt – meilenweit entfernt von jener träumerischen Romantik seiner Balladen wie ‚Speed Of Sound’“, schrieb das angesehene Musikmagazin Rolling Stone. Die Zeitschrift nannte „Violet Hill“ ein absolutes Muss. „Jonny Buckland reißt scharfe, bluesige Riffs, die Martins Stimmung widerspiegeln, während Drummer Will Champion und Bassist Guy Berryman einen fesselnden Beat aufrechterhalten…. ursprünglicher Rock’n’Roll!“ Die Los Angeles Times nannte die Single eine „kometenhafte Rückkehr“ und rühmte die härtere Gangart.

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Die extrem harte Sanftheit der Rockmusik
Coldplay mit Viva La Vida auf Tour
Live im Frühherbst
Konzerte in Mannheim, Köln, Hamburg, Berlin, Wien und München

Der extrem harten Sanftheit der Rockmusik haben sich Coldplay nach eigenen Worten musikalisch verschrieben. Das Quartett, das mit weit über 30 Millionen Alben, vier Grammies und sechs Brit Awards zu den herausragenden Bands dieses Jahrzehnts zählt, zeigt sich mit seiner jüngsten CD „Viva La Vida“ experimentierfreudig, ohne den für sie typischen Sound und die lyrischen Wortspiele aufzugeben. Die neuen Ideen und Einflüsse gehören ebenso zum Programm der mit Spannung erwarteten Coldplay-Tournee im Frühherbst wie Songs der gefeierten Album-Trilogie „Parachutes“, „A Rush Of Blood To The Head“ sowie „X & Y“. Die sozial und politisch engagierte Gruppe spielt in der Zeit zwischen dem 2. und 26. September in Mannheim, Köln, Hamburg, Berlin, Wien und München.

Trotz ihrer weltweiten Popularität haben Coldplay stets darauf geachtet, sich nicht vorrangig von kommerziellen Prinzipien leiten zu lassen. So wurden attraktive Angebote für Sponsorships oder die Verwendung von Songs in der Werbung zurückgewiesen. Demgegenüber unterstützen Coldplay ausdrücklich die Bemühungen von Amnesty International. Frontmann Chris Martin setzt sich vehement für die Entwicklungshilfeorganisation Oxfam und deren „Fair Trade“-Kampagne ein. Diese grundsätzliche Haltung spiegelt sich offensichtlich auch in dem Cover der neuen LP, dem ein berühmtes französisches Revolutionsgemälde von Eugène Delacroix aus dem Jahre 1830 zugrunde liegt. Die Szene symbolisiert den Freiheitskampf auf den Barrikaden und erhält durch den Graffiti-Schriftzug „Viva La Vida“ eine von Coldplay hinzugefügte Bedeutung.

Viva La Vida“ stellt nach Aussage von Chris Martin den Wunsch dar, „von schwarzweiß zu Farbe überzugehen“. „Die Bestie ist nunmehr losgelassen“, sagt er nicht ohne ironischen Unterton. Obwohl sie ihre melodiöse und melancholische Basis beibehalten, betreten Coldplay mit ihrem jüngsten Album Neuland. Auf ihrer musikalischen Expedition wurden sie von zwei formidablen, gegensätzlichen Produzenten begleitet, Brian Eno und Markus Dravs. Das Album spiegelt extreme Emotionen und Gefühlschwankungen. Verluste, Unsicherheit, Glück und Bedauern werden in den Songs thematisiert.

Coldplay formierten sich 1997. Nachdem sich Vokalist/Pianist Chris Martin und Leadgitarrist Jonny Buckland bereits im September 1996 am Londoner University College zusammengetan hatten, schloss sich ihr Studienkollege Guy Berryman (Bass) wenig später an. Im Januar 1998 wurde das Line-up mit Will Champion komplettiert, der alle Percussion-Instrumente übernahm, obwohl er bis dahin keinerlei Erfahrung auf diesem Gebiet hatte. Ihr gemeinsamer Freund Tim Rice-Oxley lehnte zwar das Angebot ab, der Gruppe als Keyboarder beizutreten, stiftete aber den Namen Coldplay. Den hatte er ursprünglich für seine eigene Band benutzt, bevor er sie in Keane umbenannte.

Nach ihrem Auftritt beim legendären Glastonbury Festival 1999 gingen Coldplay ins Studio. Bei der Produktion traten gravierende Meinungsverschiedenheiten auf. Um künftigen Ärger zu vermeiden, legten sich die Bandmitglieder auf das Motto „alle für einen, einer für alle“ fest. Damit unterwarf sich das Quartett demokratischen Prinzipien und der Regel, alle Einnahmen gleich aufzuteilen.

Das erste Album „Parachutes“ entwickelte sich auf Anhieb zu einem überragenden Erfolg. Von den Kritikern hoch gelobt, gewannen Coldplay 2001 ihren ersten Grammy. Weltweit wurden von der CD über acht Millionen Exemplare verkauft.

Der Nachfolger „A Rush Of Blood To The Head“ wirkte vielschichtiger und intellektueller als das Debüt. Dies tat der Resonanz jedoch keinen Abbruch. Zwei Grammies in den Kategorien „Best Alternative Album“ und „Best Song“ für die Single „In My Place“ belegten dies nachdrücklich. Über zwölf Millionen CDs machten „A Rush Of Blood“ zu einem noch größeren Hit.

X & Y“, das dritte Studioalbum, knüpfte nahtlos hieran an. Über zehn Millionen Einheiten dokumentieren dies eindrucksvoll. Die Singleauskopplung „Speed Of Sound“ erreichte weltweit die Spitzen der Charts. Coldplay gewannen mit „Speed Of Sound“ den MTV Music Award 2005 in der Kategorie „Best Song“ und etablierten sich mit dem Album-Hattrick endgültig als Supergroup.