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    Bush zählten in den 90ern zu den bedeutendsten Protagonisten der britischen Rockszene. Die Band um Frontmann Gavin Rossdale entwarf als erste eine britische Version des amerikanischen Grunge-Sounds. Harmonischer als die Genre-Kollegen aus den USA verwoben sie kantigen Grunge mit mitreißenden Melodien und einem ausgeprägten Gefühl für Dynamik. Bush verkauften rund 18 Millionen Alben, davon mehr als die Hälfte in den USA. Nach zehnjähriger Pause kehrt die runderneuerte Formation nun mit ihrem fünften Album „Everything Always Now“ auf internationale Bühnen zurück. In Deutschland treten Bush zwischen dem 5. und 10. Novemer in Hamburg, Berlin, Köln und München auf, wo die Fans einen Vorgeschmack auf das neue Material erwarten dürfen.

    Es war ihre gemeinsame Liebe zur amerikanischen Rockmusik, die Sänger/Gitarrist Gavin Rossdale, Gitarrist Nigel Pulsford, Bassist Dave Parsons und Drummer Robin Goodridge Anfang der 90er zusammenbrachte. Als Gegenpol zum damals dominierenden Britpop schufen sie einen neuen, kraftvollen Sound. Angelehnt an US-amerikanische Größen wie Pearl Jam und Soundgarden, verbanden sie Grunge mit einem feinen Gespür für melancholische Stimmungen. Damit war den Briten von Anfang an großer Erfolg beschieden. Ihr 1994 veröffentlichtes Debütalbum „Sixteen Stone“ erhielt in den USA innerhalb weniger Monate sechsfaches Platin.

    Mit ihrem zweiten Album „Razorblade Suitcase“ gelang Bush 1996 der globale Durchbruch. Es stieg nicht nur in den USA auf Platz 1 der Billboard Charts, sondern landete auch in zahlreichen europäischen Ländern auf Spitzenpositionen. Eine 18-monatige Welttournee untermauerte diesen Erfolg. Um nicht nur mit dem Grunge-Label behaftet zu sein, schufen Bush im Anschluss mit „Deconstructed“ ein Werk voll elektronischer Remix-Versionen der Songs ihres zweiten Albums.

    Den Weg in Richtung elektronische Musik gingen sie auf ihrem dritten, ebenfalls platinausgezeichneten Album „The Science Of Things“ (1999) konsequent weiter. Die Hitsingle „The Chemicals Between Us“ demonstrierte die neugefundene Route aufs Wunderbarste. Getrieben von einer satten Gitarren-Hookline, lebt der Song von zahllosen subtilen Schichten elektronischer Klänge, die eine frische Atmosphäre für die kraftvollen Kompositionen Rossdales schufen.

    Wenige Monate nach Erscheinen des vierten Albums „Golden State“ lösten sich Bush auf. Gavin Rossdale gründete die Band Institute, spielte einige Gastrollen in Hollywood-Filmen und gründete mit Popstar Gwen Stefani eine Familie. Die anderen drei zogen sich ins Privatleben zurück. Bei der Bush-Reunion sind Nigel Pulsford und Dave Parsons nicht mit von der Partie und wurden durch Bassist Corey Britz und Gitarrist Chris Traynor ersetzt. In dieser Besetzung wurde das für den Herbst erwartete Comeback-Album „Everything Always Now“ eingespielt.