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    Ihren triumphalen ausverkauften Arena-Konzerten lassen Coldplay jetzt wenige, ausgewählte Open Air Shows folgen. Die herausragende britische Band dieses Jahrzehnts präsentiert ihre Viva La Vida Tour Ende August in drei deutschen Städten: Hannover, Düsseldorf und München. Coldplay, die mit weit über 30 Millionen Alben, vier Grammies, sechs Brit Awards und zahlreichen Multiplatinauszeichnungen zu den überragenden Protagonisten der internationalen Musikszene zählen, haben sich nach eigenen Worten musikalisch der extrem harten Sanftheit der Rockmusik verschrieben. Das Quartett zeigte sich mit seiner jüngsten Nr. 1-CD „Viva La Vida“ experimentierfreudig, ohne den für sie typischen Sound und die lyrischen Wortspiele aufzugeben. Neue Ideen und Einflüsse gehören ebenso zum Programm der umjubelten Coldplay-Tournee wie Songs der gefeierten Album-Trilogie „Parachutes“, „A Rush Of Blood To The Head“ sowie „X & Y“.

    Trotz ihrer weltweiten Popularität haben Coldplay als sozialpolitisch engagierte Gruppe stets darauf geachtet, sich nicht vorrangig von kommerziellen Prinzipien leiten zu lassen. So wurden attraktive Angebote für Sponsorships oder die Verwendung von Songs in der Werbung immer zurückgewiesen. Demgegenüber unterstützen Coldplay ausdrücklich die Bemühungen von Amnesty International. Frontmann Chris Martin setzt sich vehement für die Entwicklungshilfeorganisation Oxfam und deren „Fair Trade“-Kampagne ein.

    Viva La Vida“ entspricht nach Aussage von Chris Martin dem Wunsch, „von schwarzweiß zu Farbe überzugehen“. „Die Bestie ist nunmehr losgelassen“, erklärt er nicht ohne ironischen Unterton. Obwohl sie ihre melodiöse und melancholische Basis beibehielten, betraten Coldplay mit diesem Album Neuland. Auf ihrer musikalischen Expedition wurden sie von zwei formidablen, gegensätzlichen Produzenten begleitet, Brian Eno und Markus Dravs. Das Album spiegelt extreme Emotionen und Gefühlschwankungen. Verluste, Unsicherheit, Glück und Bedauern wurden in den Songs thematisiert.

    Coldplay formierten sich 1997. Nachdem sich Vokalist/Pianist Chris Martin und Leadgitarrist Jonny Buckland bereits im September 1996 am Londoner University College zusammengetan hatten, schloss sich ihr Studienkollege Guy Berryman (Bass) wenig später an. Im Januar 1998 wurde das Line-up mit Will Champion komplettiert, der alle Percussion-Instrumente übernahm, obwohl er bis dahin keinerlei Erfahrung auf diesem Gebiet hatte. Ihr gemeinsamer Freund Tim Rice-Oxley lehnte zwar das Angebot ab, der Gruppe als Keyboarder beizutreten, stiftete aber den Namen Coldplay. Den hatte er ursprünglich für seine eigene Band benutzt, bevor er sie in Keane umbenannte.

    Nach ihrem Auftritt beim legendären Glastonbury Festival 1999 gingen Coldplay ins Studio. Bei der Produktion traten gravierende Meinungsverschiedenheiten auf. Um künftigen Ärger zu vermeiden, legten sich die Bandmitglieder auf das Motto „alle für einen, einer für alle“ fest. Damit unterwarf sich das Quartett demokratischen Prinzipien und der Regel, alle Einnahmen gleich aufzuteilen.

    Das erste Album „Parachutes“ entwickelte sich auf Anhieb zu einem überragenden Erfolg. Von den Kritikern hoch gelobt, gewannen Coldplay 2001 ihren ersten Grammy. Weltweit wurden von der CD über acht Millionen Exemplare verkauft.

    Der Nachfolger „A Rush Of Blood To The Head“ wirkte vielschichtiger und intellektueller als das Debüt. Dies tat der Resonanz jedoch keinen Abbruch. Zwei Grammies in den Kategorien „Best Alternative Album“ und „Best Song“ für die Single „In My Place“ belegten dies nachdrücklich. Über zwölf Millionen CDs machten „A Rush Of Blood“ zu einem noch größeren Hit.

    X & Y“, das dritte Studioalbum, knüpfte nahtlos hieran an. Über zehn Millionen Einheiten dokumentieren dies eindrucksvoll. Die Singleauskopplung „Speed Of Sound“ erreichte weltweit die Spitzen der Charts. Coldplay gewannen mit „Speed Of Sound“ den MTV Music Award 2005 in der Kategorie „Best Song“ und etablierten sich mit dem Album-Hattrick endgültig als Supergroup.

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