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    Die US-Amerikaner Dredg zählen seit eineinhalb Jahrzehnten zu den progressivsten Kräften des Alternative Genres. Mit einer anspruchsvollen Grundhaltung aus konzeptionellem Überbau und komplexer Rockmusik haben sie sich weltweit einen Namen als künstlerisch besonders wertvolle Band erspielt. Ihr letztes Album „The Parriah, the Parrot, the Delusion“ erfreute sich insbesondere in Deutschland großer Beliebtheit. Mit dem Nachfolger „Chuckles and Mr. Squeezy“ betritt das experimentierfreudige Quartett Neuland. Ziel war es, ein möglichst spontanes Album aufzunehmen. Im Sommer gehen Dredg damit auf große Welttournee. Rund um ihre Auftritte bei Rock am Ring und Rock im Park spielen sie zwischen dem 3. und 8. Juni drei Soloshows in Dortmund, Hamburg und Bielefeld.

    Dredg aus San Francisco sind in der globalen Rockszene zweifellos einzigartig. Mit inhaltlichen Bezügen zu ihren Inspirationen aus Literatur und darstellender Kunst haben sie Alternative Rock auf eine neue konzeptionelle Ebene gehoben. So bieten ihre Songs ebenso viel Raum für ausgefeilte Interpretationen wie für den puren Hochgenuss individueller Rockmusik. Immer wieder suchen sie frische Grundlagen für ihre komplexen Arbeiten, die im Ergebnis ebenso abstrakt wie eingängig sind. So basiert ihr 2002er-Album „El Cielo“ auf einer Bildreihe Salvador Dalís, während ihrem letzten Werk „The Parriah, the Parrot, the Delusion“ eine Kurzgeschichte von Salman Rushdie zugrunde liegt.

    Gavin Hayes (Vocals, Slide Guitar), Mark Engles (Gitarre), Drew Roulette (Bass) und Dino Campanella (Drums, Piano) kennen sich seit ihrer Schulzeit und waren bereits enge Freunde, als sie Dredg gründeten. Diese Freundschaft erlaubt es ihnen, auch bandinterne Konflikte über die gemeinsame künstlerische Richtung durchzustehen. Es sei, so Hayes, sogar fester Bestandteil ihrer Arbeit, „erst über Kontroversen an Punkte konzeptioneller Kunst zu gelangen, die man ohne diese Konflikte niemals erreichen würde“. So werden selbst Meinungsverschiedenheiten, unterschiedliche Geschmäcker und divergierende künstlerische Vorstellungen zu einem kreativen Quell.

    Gerade Deutschland zeigt sich zutiefst beeindruckt von ihrer Arbeitsweise – wohl auch, weil Dredg mit diesem Ansatz der Idee von Krautrock folgen, dieser bezugsoffenen, freien deutschen Rockmusik aus den 70ern. Schon das dritte Album „Catch Without Arms“ stieg in die deutschen Charts, „The Parriah, the Parrot, the Delusion“ erreichte sogar Platz 15 und brachte mit „Information“ ihre erste Hitsingle hervor.

    Für den fünften Longplayer „Chuckles and Mr. Squeezy“ verfolgte die Band gemeinsam mit Starproduzent Dan The Automator (Gorillaz, Kasabian, Handsome Boy Modelling School) einen neuen Ansatz. Bislang bekannt für monatelange Studioaufenthalte und endloses Feinjustieren ihres Sounds, schickten sie sich Entwürfe und Ideen über Monate per Email gegenseitig zu. Das Album selbst spielten sie in nur wenigen Tagen in drei Studios in Kalifornien ein, um einen frischen, spontanen Vibe zu erhalten, der ihrer komplexen Musik eine völlig andere Atmosphäre verleiht. Dredg haben sich wieder einmal neu erfunden und die anstehenden Konzerte dürften hochspannend werden.

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