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Mit seiner ehemaligen Band Bush erklomm er alle Höhen eines
Superstars, tourte fast ein Jahrzehnt lang um die Welt und belegte
Platz 1 der amerikanischen Charts. Gavin Rossdale zählt zu den
prominentesten Rockmusikern des ausgehenden letzten Jahrhunderts.
Nach einem Ausflug in den eruptiven, unbehandelten Rock
mit seinem Teilzeit-Projekt Institute kehrt Rossdale nun zu seinen
Wurzeln zurück. Das am 6. Juni erscheinende Solo-Debüt Wanderlust
zeigt ihn von seiner stärksten Seite. Die brillanten Melodien
und virtuosen Kompositionen des charismatischen Frontmanns
treffen auf eine erdige, aufrichtige und sinnliche Rockmusik, wie
man sie heute nur noch selten hört. Parallel zur Veröffentlich seines
Albums wird er die neuen Songs im Rahmen eines intimen Clubkonzerts
am 10. Juni in Berlin sowie bei Rock am Ring (6.6.) und
Rock im Park (7. 6.) vorstellen.
Bush waren die richtige Gruppe zur richtigen Zeit: In einer Phase,
in der Grunge, die letzte große Revolution der Rockmusik, ins
künstlerische Stocken geriet, stieß eine junge britische Formation
in die Lücke, die durch die Auflösungen der ehemaligen Grunge-
Protagonisten wie Soundgarden, Nirvana oder Alice In Chains gerissen
wurde. Vom Fleck weg gelang ihnen mit ihrer eindrücklichen
Mischung aus Grunge-verwandter Musik und außergewöhnlichen
Melodien sowie dank der Ausstrahlung Gavin Rossdales der Einstieg
in die Topliga internationaler Rockacts. Gleich mit ihrem Debüt
Sixteen Stone belegten sie die vorderen Plätze der europäischen
Charts.
Mehrere Welttourneen und ein Feuerwerk an herausragenden Tonträgern
verhalfen Bush zu einer Ausnahmestellung in der Post-GrungeÄra.
So stiegen alle folgenden Alben europaweit in die Hitlisten,
das Album Razorblade Suitcase schaffte es gar bis an die Spitzenposition
der amerikanischen Charts, was für eine britische Rockband
äußerst ungewöhnlich ist. 2002 er folge die endgültige Trennung.
Nach dem Ende von Bush und seiner Heirat mit Gwen Stefani
widmete sich Rossdale zunächst der Betreuung des gemeinsamen
Sohnes Kingston James. Nebenbei schrieb er Songs und gründete
aus einer Laune heraus Institute, die 2005 mit dem wütenden, betont
ruppig produzierten Album Distort Yourself reüssierte.
Im vergangenen Jahr sehnte sich Rossdale nach eigenem kreativem
Output. Gemeinsam mit dem Starproduzenten Bob Rock sowie befreundeten
Musikern verbrachte er mehrere Wochen in Studios in
Los Angeles und auf Hawaii, wo er sein Debüt Wanderlust einspielte.
In jedem Ton erkennt man seine Stimme und seinen Hang zu
idealistischer Melancholie. Gleichzeitig ist Wanderlust ein Werk,
das durch die Kraft und Energie ursprünglicher Rockmusik strahlt.
Kurzum: Es ist Gavin Rossdale „at his best”.
„Die Wanderlust, auf die ich mich im Titel beziehe, hat mit Fernweh
oder Reisefieber nichts zu tun“, erklärt Gavin. „Die Idee dahinter
ist vielmehr mein Verlangen, endlich wieder auf die Bühne zu gehen
und meine Songs den Leuten zu präsentieren. Ich fühle mich wie
ein Rennpferd, das zu lange eingesperr t war.“ Das Pferd ist aus
dem Stall – und wird das deutsche Publikum Anfang Juni zweifellos
verzücken.