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Sie gehören zu den erfolgreichsten und nachhaltigsten Rockexporten Australiens: The John Butler Trio. Fünf Alben, zwei Platinauszeichnungen, ein umjubelter Auftritt bei Live Earth –alles ohne Unterstützung eines Majorlabels, sondern mit der Kraft ihres mitreißenden Rootsrock, der von Grungekids bis Reggaeheads die Gitarrenfans dieses Planeten vereint. Nach dem Erfolg ihres im Frühjahr veröffentlichten Albums „April Uprising“ und der dazugehörigen Tour kehrt das Trio um seinen Erschaffer und Namensgeber John Butler im Herbst zurück auf deutsche Bühnen. Vom 11. bis 19. Oktober spielen sie packende Konzerte in Düsseldorf, München und Wiesbaden.
Seinen Kultstatus hat sich John Butler über viele Jahre erspielt. Seine erste Gitarre erbte der 1975 geborene Butler als 16-Jähriger von seinem Großvater. Als Straßenmusiker im westaustralischen Fremantle legte er mit 3.500 verkauften Demotapes den Grundstein für seine Karriere. Sein selbstbetiteltes Debüt veröffentlichte der damals noch Dreadlock-tragende Hobbysurfer und Kunststudent 1998. Der Durchbruch erfolgte drei Jahre später mit „Three“. „Sunrise Over Sea“ und die Hitsingle „Betterman“ festigten Butlers Ruf als Ausnahmekünstler. In den USA tourte er u.a. mit der Dave Matthews Band und John Mayer.
Seinem Markenzeichen, der Verschmelzung von so verschiedenen Stilen wie Blues, HipHop, Country, Reggae, Funk, Soul, Roots und Rock zu einem homogenen wie eindrucksvollen Gesamtsound, blieb er auch auf „Grand National“ (2007) treu, ohne sich zu wiederholen: „Ich liebe Tool, Eminem, Lilly Allen, die Beastie Boys, Jane’s Addiction, Bob Marley, das ganze Sortiment“, erklärte er. „Meine Musik lässt sich deshalb nicht in Abgrenzung zu anderer Musik erklären. Ich will Musik, die dein Leben verändert.“
Obwohl seine Songs in eine ähnliche Kerbe wie die seiner australischen und amerikanischen Kollegen Ben Harper, Jack Johnson, Donavon Frankenreiter oder Xavier Rudd schlagen, war John Butler immer schon mehr als „nur“ ein Songwriter. Mit seinem JB Seed fördert der Multiinstrumentalist Nachwuchsmusiker, auf seinem Label Jarrah Records bringt er neben eigenen Platten auch andere Künstler heraus. Als Aktivist versteht er sich dabei so wenig wie als Feelgood-Musiker: „Ungerechtigkeit, Armut, Gier und Korruption machen mich immer noch wütend“, relativiert er, „aber ich verwandele diese Wut in positive Handlungen“.
Diese Grundeinstellung hört man Butlers neuem Album „April Uprising“ an. Bereits 2009 wechselte er dafür seine Band aus. Nicky Bomba und Byron Luiters ersetzen Shannon Birchall und Michael Barker an Bass und Schlagzeug. Dem kraftvollen Sound tut das keinen Abbruch: Ob „Close To You“, „One Way Road“ oder jedes andere der 15 neuen Stücke – ein JB3-Song ist immer noch eine unnachahmliche Mischung aus Groove, Melodie, Emotion, Virtuosität, Optimismus und Eingängigkeit. Den Sound und Spirit des neuen John Butler Trio fasst sein Meister selbst mit den Worten „free, melodic, funky, phat and rocking“ zusammen. „Die Chemie zwischen uns stimmt einfach“, freut sich Butler. Wer diese einzigartige Band auf der Bühne erlebt, wird daran keinen Zweifel haben.