Seite 1

    Korn haben mit ihrem revolutionären Mix die Welt der harten Rockmusik
    radikal verändert. „Wir bringen das Chaos in die Musik, vermischen
    Dissonanzen und Atonales zu einer Art Melodie“, erklärt
    Sänger Jonathan Davis die Philosophie von Korn. Nachdem die Band
    aus dem kalifornischen Bakersfield im Sommer bei Rock am Ring
    und Rock im Park sowie exklusiven Einzelshows glänzte und ihr
    unbetiteltes, achtes Studioalbum hierzulande in die Top 3 der Albumcharts
    katapultierte, kündigt die Gruppe nun die nächste große
    Deutschlandtournee an. Ab dem 27. Januar 2008 werden die Fans
    die Gelegenheit haben, die perfekt inszenierte Dunkelheit und
    Härte von Korn in voller Live-Intensität auf sich wirken zu lassen.
    Spielorte werden Köln, Berlin, Leipzig und München sein.

    In den frühen Neunzigern erinnerte die Situation der Hard- und Heavy-
    Szene an den Untergang der Dinosaurier. Brit-Pop-Exponenten und
    Pop-Punker dominierten die Gitarrenrock-Landschaft, während Metal
    Acts der alten Schule an ihrer Unfähigkeit scheiterten, sich weiterzuentwickeln.
    Im Süden Kaliforniens entstanden zu jener Zeit jedoch
    neue Musikformen, die dunkle urbane Rhythmen und schlammige
    Gitarrensounds mit expressionistischen Ausbrüchen von HipHop,
    Hardcore und Noise-Rock vereinten. Wilde Vokalstrukturen zwischen
    Sentimentalität und Schärfe prägten schneidende Sound-Collagen
    mit innovativen Metal-Interpretationen.

    Korn sprachen die Jugendlichen an, die von verpassten Gelegenheiten
    und Gewalt desillusioniert waren. „Wir können die Welt vielleicht
    nicht verändern, aber die Musik“, so formulierte Jonathan Davis einst
    das Credo der Band. Die Alben Korn (1994), Life is Peachy (1996),
    Follow the Leader (1998), Issues (2000), Untouchables (2002), Take
    a Look in the Mirror
    (2003) und See You on the Other Side (2005)
    demonstrierten allesamt eine enorme Schaffenskraft – und bescherten
    der Band neben diversen Platin-Auszeichnungen auch mehrere
    Grammies und Verkaufszahlen, die eine eindeutige Sprache sprechen.
    Über 25 Millionen Alben haben Korn weltweit in den vergangenen
    14 Jahren verkauft. Bemerkenswert ist daran vor allem, dass sie sich
    ihren Erfolg auf altmodische Art durch den direkten Kontakt zu ihren
    Fans auf unzähligen Tourneen erspielten.

    Seite 2

    Die heftigste Truppe der Rockmusik hat sich durch ihren Erfolg nicht
    erweichen lassen. Korn sind noch immer voller Aggression und emotionaler
    Überzeugungskraft, die sich in kompromisslosen Songs ausdrücken.
    Nachdem Gitarrist Brian Welch vor zwei Jahren die Band
    verließ, war es für das aktuelle Studioalbum einzig an James „Munky“
    Shaffer
    , den klassischen Korn-Gitarrensound zu präsentieren – erdig,
    dunkel, kompromisslos drückend. Unterstützt von Bassist Fieldy
    und unterschiedlichen Gastschlagzeugern, haben Shaffer und Davis
    mit der neuen CD einen weiteren Meilenstein vorgelegt, der zugleich
    neue klangliche Gefilde erkundet und daher aus gutem Grund ohne
    Titel auskommt. „Das Album zeichnet sich in erster Linie dadurch
    aus, dass wir unsere Scheuklappen ablegen. Da wir Grenzen überschreiten
    wollten, sollte auch das Album als Ganzes nicht durch
    einen Titel eingeschränkt werden“, erläutert Davis. Stattdessen reiht
    es sich nun in die Reihe der großen namenlosen Alben ein, in der
    auch das große Schwarze (Metallica) und das klassische Weiße
    (Beatles) stehen.

    Über ein Jahrzehnt ist vergangen, seit Korn mit ihrem Debüt ein Aufsehen
    erregten, wie man es seit Nirvana nicht mehr erlebt hatte.
    Dabei ist ihr unverkennbarer Nu-Metal-Sound heute noch spannender
    als je zuvor. Das bestätigt schon ein Blick ins Publikum. „Als wir
    anfingen, waren unsere Fans ausnahmslos Teenager. Heute sind diese
    Kids von damals Erwachsene, manche sind Anwälte oder Ärzte,
    und sie kommen inzwischen mit ihren Kindern zu unseren Shows!“
    Im kommenden Januar und Februar treten Korn in Köln, Berlin,
    Leipzig und München auf – vier Termine, an denen auch hierzulande
    mehrere Generationen zu ihrem apokalyptisch anmutenden „Rock
    Noir“ zusammenfinden werden.

    ×