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Limp Bizkit zählen nicht nur zu den erfolgreichsten Rock-Acts der letzten Dekade. Mit ihrem innovativen, ungeheuer mitreißenden Mix aus peitschenden Rhythmen, massiven Gitarrenwänden und funkigen HipHop-Elementen schuf die Band um Front-Charismatiker Fred Durst ein neues Genre: „New Rock“, eine Neuinterpretation der Crossover-Musik aus den frühen 90ern. Nachdem Limp Bizkit im vergangenen Jahr mit ersten Konzerten in Originalbesetzung wieder auf sich aufmerksam machten, kehrt das Quintett aus Jacksonville/Florida nun mit voller Wucht zurück. Für Sommer 2010 wurde unlängst das neue Album „Gold Cobra“ angekündigt, das erste Werk mit neuem Material seit 2003. Gleich im Anschluss gehen Limp Bizkit auf große Welttournee, die zwischen dem 31. August und 24. September auch für sieben Konzerte in Deutschland Halt machen wird. Geplant sind Auftritte in Frankfurt, Stuttgart, Düsseldorf, München, Leipzig, Berlin und Hamburg.

Fred Durst ist ein begnadeter Mensch mit zahlreichen Talenten. Schon bevor er mit dem Musizieren begann, blickte er auf eine erfolgversprechende Karriere. Er war angesehener Skateboarder mit internationalen Wettkampfteilnahmen. Parallel arbeitete er in seiner Heimatstadt als Tätowierer, wo er eines Tages Fieldy, den Bassisten von Korn, kennen lernte. Zu dieser Zeit gründete Durst sein erstes Musikprojekt, das neben ihm aus dem Bassisten Sam Rivers und dessen Cousin John Otto am Schlagzeug bestand. Einige Monate später stieß Gitarrist Wes Borland hinzu. Als Korn wieder einmal in Florida auftraten, spielte Durst ihnen sein Demo vor. Die damals gerade in die Topliga der amerikanischen Rock-Acts aufgestiegenen Korn nutzten ihre Prominenz und organisierten für Dursts Band mehrere Tourneen im Vorprogramm von Kollegen wie Deftones und House of Pain. Auf dieser Tour lernten sie den House of Pain-DJ Lethal kennen, der kurz darauf bei Limp Bizkit einstieg. Die Besetzung sowie ihr völlig neuer, originärer Sound zwischen Metal, unverblümtem Rock und dynamischen HipHop-Elementen waren damit komplett.

Von Anfang an gehörten Limp Bizkit zu den erfolgreichsten Rockbands der USA. Gleich ihr im Juli 1997 veröffentlichtes Debütalbum „Three Dollar Bill, Y’All“ wurde zum überwältigenden Erfolg und verkaufte sich über sechs Millionen Mal. Mit den Nachfolgern „Significant Other“ (1999) und „Chocolate Starfish And The Hot Dog Flavored Water“ (2000) nahm ihre Prominenz weiter zu. „Chocolte Starfish…“ konnte in der ersten Woche nach Erscheinen mehr als eine Million Einheiten absetzen – die magische Grenze, die eine Band zu einem echten Megastar werden lässt. Parallel tourten Limp Bizkit unermüdlich um die Welt – mal mit NuMetal- oder Rock-Acts, dann wieder mit Kollegen aus dem HipHop-Genre. Ein weiterer Beweis für ihr Anliegen, keiner bestimmten Szene angehören zu wollen. Ihre zahlreichen Singlehits wie „Nookie“, „Rollin’“, „Take A Look Around“ oder die ungewöhnliche Coverversion von George Michaels „Faith“ untermauerten ihre Stilbreite und Experimentierfreude.

In den folgenden Jahren machten Limp Bizkit immer wieder Schlagzeilen durch den künstlerischen Richtungsstreit zwischen Durst und Borland. Ihr viertes Album „Results May Vary“ von 2003, erneut ein internationaler Charterfolg (Platz 3 in den USA, Platz 1 in Deutschland), wurde ohne Borland aufgenommen. Für das Nachfolgewerk „The Unquestionable Truth“ (2005) stieß Wes Borland wieder zur Formation, bevor er während der anschließenden Tour die Gruppe erneut verließ. Limp Bizkit bemühen sich seit der „Greatest Hitz“-Veröffentlichung (2005) um einen frischen Sound. Sie wollten erneut die Grenzen der Rockmusik aufbrechen, in unbekannte Gefilde vorstoßen und den Begriff ‚Crossover’ mit neuem Leben füllen. Wie diese Arbeit vorangeht, erfährt man regelmäßig über die MySpace-Seite von Fred Durst. In losen Abständen veröffentlicht er dort neue Songs und Ideen, um sie mit den Fans zu teilen und ihre Meinung einzuholen.

Im Februar 2009 platzte dann die Nachricht der Reunion in Originalbesetzung. Trotz ihrer Meinungsverschiedenheiten haben Fred Durst, Wes Borland, Sam Rivers, John Otto und DJ Lethal wieder zusammengefunden. Neben ihrer gemeinsamen Welttournee enterten sie im August ein Studio und spielten innerhalb von vier Wochen das neue Album „Gold Cobra“ ein, das für Sommer 2010 erwartet wird. Limp Bizkit haben ihren neuen Sound gefunden, wie ihre überwältigenden Konzerte bei Rock am Ring und Rock im Park bereits bewiesen haben. Und so steht 2010 wieder ganz im Zeichen von Limp Bizkit. Denn noch immer sind sie die pure Definition von Dynamik, Druck und gelebter Vehemenz.