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OneRepublic gehören zu den größten Phänomenen des neuen Internet-Zeitalters. Sie sind der perfekte Beleg dafür, wie heutzutage klassische Vertriebswege von Musik um neue ergänzt werden. Die Gruppe aus Los Angeles wurde zunächst zur ‚MySpace-Band des Jahres’ gekürt, bevor sich ihre Musik in den Hitlisten der Welt wiederfand. Allein die Debütsingle „Apologize“, die 2007 mit Veröffentlichung ihres ersten Albums „Dreaming Out Loud“ erschien, verkaufte sich über elf Millionen Mal, nicht eingerechnet die zahllosen Downloads ihrer Singles über die eigene Website. Nachdem im Sommer ihr zweiter Longplayer „Waking Up“ erschienen ist, wird das Quintett im Rahmen einer umfangreichen Europa-Tournee zwischen dem 24. April und 14. Juni auch für acht Konzerte nach Deutschland kommen. Auf ihrer Konzertreise machen sie in Bielefeld, Hamburg, Frankfurt, München, Erlangen, Dresden, Dortmund und Recklinghausen Halt.
Ursprünglich waren OneRepublic eine klassische Schülerband mit großen Ambitionen, viel Engagement und wenig Erfahrung. Schon in der Highschool machten Sänger, Gitarrist, Pianist und Produzent Ryan Tedder und Gitarrist Zach Filkins gemeinsam Musik. Nach Beendigung der Schulzeit verloren sie sich zunächst aus den Augen. Tedder, ein Erfolg versprechender Ghostwriter für gute Popsongs, verdiente in den folgenden Jahren seine Sporen als Engineer und Co-Produzent anderer Künstler sowie als Songschreiber für Sängerinnen wie Jennifer Lopez, Leona Lewis und Natasha Bedingfield.
Man bot ihm einen Plattenvertrag unter der Voraussetzung an, dass Tedder leicht hörbaren Pop fürs Radio komponieren sollte. Doch er lehnte ab, um stattdessen an seiner Vision von guter Rockmusik zu feilen. Er wollte Intensität, Aufrichtigkeit und künstlerische Tiefe. Tedder erinnerte sich an seinen Schulfreund Zach Filkins, der die letzten Jahre in Barcelona verbracht hatte, um klassische Gitarre zu studieren. Gemeinsam schrieben sie erste Songs und rekrutierten mit Eddie Fisher (Drums), Brent Kunzle (Bass, Cello) und Drew Brown (Gitarre) drei begabte und attraktive Kollegen. OneRepublic waren gegründet.
Gleich die ersten Demoaufnahmen fielen einem der größten Produzenten dieser Tage in die Hände, bei dem Tedder eine Zeit lang als Studiohilfe gearbeitet hatte: Der HipHop-Magier Timbaland entschied, einen von ihm angefertigten Remix ihres Songs „Apologize“ auf seinem Erfolgsalbum „Shock Value“ zu platzieren und als Single auszukoppeln. Der Rest ist Geschichte: „Apologize“ wurde zu einem der größten Hits des Jahres 2007 mit mehr als elf Millionen verkauften Singles und über 22 Millionen Zugriffen auf ihrer MySpace-Seite. OneRepublic wurden zum ‚MySpace Artist of the Year 2007’ gekürt. Lange Zeit führten sie die weltweiten Download-Charts an, landeten in Deutschland, England, den USA und vielen anderen Ländern in der Top 3 der Single-Charts und erhielten zahlreiche Ehrungen, darunter eine Grammy- und mehrere MTV-Award-Nominierungen.
Seitdem ist der Erfolg der fünf Jungs aus Kalifornien nicht zu bremsen. Auch die zweite Single „Stop and Stare“ verkaufte sich fast fünf Millionen Mal. Ende 2009 stürmten sie mit „Secrets“ vom zweiten Album „Waking Up“ erneut die internationalen Charts, in Deutschland landete die Single gar auf Platz 3. Was damals im Internet begann, ist mittlerweile zu einer der Aufsehen erregendsten Karrieren einer jungen Rockband in den letzten Jahren gewachsen. Zu Recht, wie auch ihre mitreißenden Live-Shows immer wieder belegen: OneRepublic zu sehen heißt, echte Rock-Künstler mit großen Melodien und intensiver Ausdruckskraft bei ihrer Arbeit zu beobachten.