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    Kaum eine Band der aktuellen Rock- und Heavy Metal-Szene blickt auf eine derart lange, bewegte Vergangenheit wie die britischen Hardrock-Heroen Saxon. Bereits 1976 in Barnsley in der britischen Grafschaft Yorkshire gegründet, steht das Quintett seit drei Jahrzehnten im Dienste eines spannenden, sich stetig weiter entwickelnden Sounds zwischen treibendem Rock und kraftvollem Heavy Metal. In jedem Jahrzehnt gelang der Band dabei immer wieder der Spagat zwischen der kreativen Weiterentwicklung des Genres und kommerziell erfolgreichen Arbeiten. Erst jüngst gelang ihnen mit ihrem 19. Studioalbum „Into The Labyrinth“ wieder der Einstieg in die Hitlisten: In Deutschland stieg das Werk bis auf Platz 23, in England gar unter die Top 20. Nach einer längeren Live-Pause in Deutschland kehren Saxon nun auf die hiesigen Konzertbühnen zurück. Im Rahmen ihrer Europa-Tournee werden sie im Oktober vier Konzerte in Deutschland geben. Dabei gastieren sie in Leipzig (18.10.), München (19.10.), Stuttgart (20.10.) und Neu-Isenburg (21.10.).

    Ihren legendären Ruf als eine der mitreißendsten Live-Acts der britischen Insel verdanken Saxon vor allem zwei Eigenschaften: Zum einen gehört die Band bis heute zu den fleißigsten Live-Bands des Heavy Metal, die seit ihrer Gründung im Jahre 1976 nahezu jedes Jahr mindestens ein Mal auf Europa- oder Welttournee ging. Zum anderen waren sie die richtige Band zum richtigen Zeitpunkt: Gemeinsam mit anderen Genre-Größen wie Black Sabbath, Iron Maiden und Judas Priest bilden sie die Ende der 70er Jahre ausgerufene Speerspitze der so genannten ‚New Wave of British Heavy Metal’, die bis heute einen nachhaltigen Einfluss auf hart musizierende Bands des Königreichs nimmt.

    Entsprechend war ihr Einstieg in die Musikbranche gleich ein furioser: Kaum dass 1979, drei Jahre nach der Bandgründung und wenige Monate nach der Umbenennung von Son Of a Bitch in Saxon, ihr erstes Album „Saxon“ erschienen war, gingen sie mit Motörhead auf Tournee. Ihr damals frischer, rauer Sound, der sich beim groovenden Hardrock ebenso bedient wie beim peitschenden, virtuos gespielten Heavy Metal, entpuppte sich als ‚Klang des Moments’ für Freunde harter Rockmusik. Gemeinsam mit den anderen Protagonisten dieser ‚neuen Welle des britischen Heavy Metal’ stiegen sie zu Beginn der 80er zügig in die Oberliga der Rock-Acts auf. Mit den Werken „Wheels of Steel“, „Strong Arm Of The Law“, „Denim And Leather”, „Power And The Glory”, „Crusader”, „Innocence Is No Excuse” und „Rock The Nations” gelang ihnen innerhalb von sechs Jahren gleich sieben Mal der Einstieg in die britischen Top 20 – und vier Mal sogar bis in die Top Ten.

    In den 90er Jahren öffnete sich die Band, die in dieser Zeit unter vielen Besetzungswechseln litt, stärker einem massenkompatiblen Klang mit poppigen Elementen, der bei den angestammten Fans indes wenig Begeisterung fand. Und so hat sich die aktuelle Besetzung aus den beiden Gründungsmitgliedern Biff Byford (Gesang) und Paul Quinn (Gitarre) und den ebenfalls bereits seit über 15 Jahren dazu gehörenden Doug Scarratt (Gitarre), Tim Carter (Bass) und Nigel Glockler (Drums) wieder auf ihre kraftvolle Heavy Metal-Stärke besonnen. Der Erfolg ihres aktuellen, 19. Studioalbums „Into The Labyrinth“ gibt ihnen dabei Recht. Auf dieser Tour begleitet werden Saxon von der deutschen Melodic-Death-Metal-Band Suidakra, die erst jüngst mit ihrem neuen Album „Crógacht“ überzeugte, auf dem sie den Spuren irischer Folklore auf den Grund gehen. Ein hochinteressantes Package.

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