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    Skandinaviens Rock- und Heavy Metal-Szene zählt seit mehr als zwei Jahrzehnten zu den global vitalsten. Immer neue hervorragende und eigenständig agierende Bands aus Schweden, Finnland oder Norwegen begeistern den Fan harter Musik. Auch Sonic Sydicate aus dem schwedischen Falkenberg haben sich mit ihrer eigenen Mischung aus Melodic Death Metal und Metalcore über einen Zeitraum von sechs Jahren eine treue Fanbasis erspielt. Ende August erscheint ihr viertes Album „We Rule The Night“, mit dem sie gleich im Anschluss auf große Europa-Tournee gehen. Jene führt sie im November auch für sieben Konzerte nach Deutschland. Zwischen dem 02. und dem 21. November gastiert das Sextett in Frankfurt, Stuttgart, Köln, Berlin, Leipzig, Bochum und Hamburg.

    Die Geschichte von Sonic Syndicate beginnt wie so viele Bandhistorien in Skandinavien: Ihre Ursprünge lassen sich in einer Schülercombo finden, die sich Schritt für Schritt in Richtung Professionalität entwickelt hat. 2002 gründeten die drei Brüder Richard (Vocals), Robin (Gitarre, Vocals) und Roger Sjunnesson (Gitarre) mit einigen Schulkameraden die Band Fallen Angels. Erste Auftritte an der Schule sowie ein erstes Demo ließ die lokale Szene aufhorchen. Es folgten zwei weitere Demos innerhalb weniger Monate, bevor die drei Brüder ihre Band nach einigen Umbesetzungen und stilistischen Veränderungen in Sonic Syndicate umtauften. Bereits kurz darauf nahmen sie ihr Debütalbum „Eden Fire“ auf, das 2005 auf einem kleinen US-Label erschien.

    Dieses Album verhalf ihnen zu einem Platz im Rahmen eines von dem Metal-Label Nuclear Blast veranstalteten Nachwuchstalent-Wettbewerbs, bei welchem sich Sonic Syndicate gegen 1.500 Konkurrenten durchsetzen. Das Label nahm die Band unter Vertrag und finanzierte die Produktion des zweiten Albums „Only Inhuman“, das, wie auch die weiteren Nachfolger, von dem Scar Symmetry-Gitarristen Jonas Kjellgren produziert wurde. Auf diesem Werk von 2007 kann man noch deutlich Sonic Syndicates große Einflüsse wie Killswitch Engage oder In Flames heraushören. Und so war es für sie ihr bis dahin größter Erfolg, als sie 2008 mit ihren Vorbildern In Flames auf große Europa-Tournee gingen.

    Zwei Umbesetzungen und ein Jahr später erschien „Love And Other Desasters“, auf dem sich der typische Sonic Syndicate-Stil endgültig herausgearbeitet hatte. Noch immer stehen sie zu ihren eher traditionellen Melodic Death Metal-Wurzeln, brechen diesen Stil aber immer mehr durch moderne Metalcore-Anleihen und die unterschiedlichsten Lead-Vocals – von zart intonierten Strophen über derbe Shouts bis hin zu bitterbösen Growls – auf. Die letzte interne Umbesetzung erfolgte 2009, als der neue, zweite Sänger Nathan J. Biggs in die Band einstieg. Seitdem ist das Line-Up konstant und komplett – neben den drei Sjunesson-Brüdern und Biggs gehören noch Bassistin Karin Axelsson und Drummer John Bengtsson zu diesem sechsköpfigen Metal-Monster.

    Aktuell legen sie letzte Hand an ihr erstes in dieser Besetzung eingespieltes Album „We Rule The Night“, das am 27. August weltweit erscheinen soll. Vorankündigungen verlautbaren, dass das neue Material das vielschichtigste und modernste sein soll, das die Band bislang aufgenommen hat. Auch damit stehen Sonic Syndicate in einer skandinavischen Tradition. Denn diese Szene ist nicht zuletzt deshalb so vielschichtig und außergewöhnlich, weil sie niemals stehen bleibt. Das haben Sonic Syndicate beherzigt.

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