Seite 1

    The Cranberries zählen zu den bedeutendsten Rockbands der 90er. Das irische Quartett landete zahlreiche Hits und konnte selbst die USA bereits mit seinem Debütalbum „Everybody Else Is Doing It, So Why Can’t We?“ im Sturm nehmen. Ihr Jahrhundertsong „Zombie“ ist bis heute einer der meistgespielten im internationalen Radio. Nach 15 Jahren und über 38 Millionen verkauften Tonträgern lösten sich The Cranberries 2004 vorübergehend auf. Nun kehrt einer der erfolgreichsten irischen Rockacts aller Zeiten zurück: Ende Februar veröffentlichten sie ihr sechstes Album „Roses“, um anschließend auf Welttournee zu gehen, die die Band am 2. Dezember auch in das Münchener Kesselhaus führt. Zudem findet das ursprünglich für Juni angesetzte Konzert in Berlin nun am 1. November in der Max-Schmeling-Halle statt.

    Als sich The Cranberries unter The Cranberry Saw Us Ende der 80er im irischen Limerick zusammenschlossen, trafen sie mit ihrer sehnsüchtigen Musik zwischen Rock, Folk, Pop und Alternative den Zeitgeist. Im Anschluss zur Aufnahme ihres ersten Demos, auf dem der Formation bestehend aus Noel Hogan (Gitarre), Michael Hogan (Bass) und Fergal Lawler (Drums) noch ein männlicher Sänger vorstand, folgte die Umbenennung und bis heute einzige Umbesetzung: Der damalige Frontmann Naill Quinn schlug seine Bekannte Dolores O’Riordan als Sängerin vor. Damit hatten The Cranberries ihren Sound gefunden.

    Bereits mit dem 1993 veröffentlichten Debütalbum „Everybody Else Is Doing It, So Why Can’t We?“ und der ersten Erfolgssingle „Linger“ trafen sie den Nerv einer weltweiten Rock-Hörerschaft. Das Album erhielt fünffach Platin in den USA, zweifach Platin in England sowie Top 20-Platzierungen in Deutschland, Australien, Frankreich und vielen weiteren Nationen. Mit dem Nachfolger „No Need To Argue“ gelang ihnen 1994 der endgültige internationale Durchbruch, auch dank der Übersingle „Zombie“, auf der sie ihre einzigartige Mixtur aus Pop, Rock und Folk sowie politisch motivierten Texten brillant auf den Punkt brachten. Der Song stieg in mehr als einem Dutzend Ländern in die Top 3 der Charts ein und gilt heute als einer der größten Klassiker der 90er.

    Mit den folgenden Alben „To The Faithful Departed“ (1996), „Bury The Hatchet“ (1999) und „Wake Up And Smell The Coffee” (2001) erschufen sie weitere globale Chartstürmer. Als 2004 die Veröffentlichung des nächsten, bereits fertig komponierten Albums anstand, führte ein Todesfall in Dolores O’Riordans Familie zum vorübergehenden Ende der Band. Erst sechs Jahre später fanden sich The Cranberries erneut zusammen, um das bereits geschriebene Material mit Stephen Street (The Smiths, Kaiser Chiefs) in Toronto und London aufzunehmen. Das im Februar erschienene, sechste Album „Roses“, knüpft stilistisch nahtlos an ihre Glanzzeiten an, modernisiert dabei aber behutsam ihren Sound. Den anstehenden Konzerten dürfen die Fans mit entsprechend großer Euphorie entgegengesehen.

    ×