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Es wird KEINE120 Tage mehr dauern, bis das norwegische Quartett hierzulande die Clubbühnen in Brand setzen wird. Die aus Ådne Meisfjord (Gesang, Gitarre, Keyboards), Kjetil Ovesen (Synthesizers), Arne Stöy Kvalvik (Drum-Machines, Effekte) und Jonas Dahl (Bass) bestehende Band kommt vom 15. bis 17. April nach Köln, Hamburg und Berlin.

Nach ihrer Gründung im Jahr 2001, damals waren die Jungs noch echte Teenager und nannten sich zunächst The Beautiful People, zogen die vier Jungspunde vom beschaulichen Kristiansund nach Oslo. Von diversen Junkie-Attacken und anderen Missständen nicht aus der hyperaktiven Ruhe zu bringen, tauften sie sich bald in 120 Days um und fokussierten von nun an sämtliche Energien auf ihren eklektischen Sound. Ein explosiver Mix aus psychedelischen Bowie-Anklängen, angezapften Kraftwerken, dem Spirit von DFA und dem nicht zu stoppenden Flow von Tussle, der auf eine elektrifizierte Post-PunkÄsthetik trifft. Melodische N(e)o-Rock-Tronica, die nichts mit RetroVorsilben oder sonstigen Abklatschversuchen am Hut hat. Zwischen ultra-catchy und Industrial

Anfang 2004 legten sie mit Sedated Times ihre erste EP vor, die ihnen einen Slot beim By:Larm-Festival einbrachte. Ein Gig übrigens, der nicht nur die Booker diverser Riesenfestivals hellhörig werden ließ, sondern auch den Machern des New Yorker Vice-Labels (u.a. Bloc Party, The Streets, DFA 1979) begeisterte.

Ihr gleichnamiges und in Eigenregie produziertes Debütalbum, das in Kürze erscheinen wird, wurde in den USA bereits in den vergangenen Wochen als „one of the most amazing of the year“ (URB) und als „post-pre-Armageddon masterpiece“ (FILTER) bezeichnet, was den Hype, der spätestens nach ihren Auftritten im Rahmen der letzten Reading-, Leeds- und Sonar-Festivals entstanden ist, noch weiter anheizen dürfte. Inzwischen in sämtlichen Hipster-Blogs und MySpaceKöpfen ein permanenter Link haben 120 Days ein hektisches Jahr vor sich. Und das hat bekanntlich weit mehr als 120 Tage.

Hierzulande werden sie schon Mitte April zeigen, was eine klangliche Live-Harke ist. Ein Titel wie Come Out (Come Down, Fade Out, Be Gone) verrät zudem schon jetzt, was in den Clubs auf dem Menü stehen wird.