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Sie haben bereits alle Höhen und Tiefen des Rockmusiker-Lebens
kennen gelernt. Mit dem Vorgänger Creed führten sie gleich mehrmals
die Spitze der amerikanischen Rockcharts an und verkauften
weltweit rund 25 Millionen Alben. 2004 trennten sich Creed von
ihrem Sänger Scott Stapp. Nur wenige Monate später gründeten die
verbliebenen drei Musiker zusammen mit dem neuen Sänger Myles
Kennedy
die Nachfolgeband Alter Bridge. Dieser Tage erscheint nun
Blackbird, das zweite Album von Alter Bridge, das sie zwischen dem
2. und 9. Februar mit Konzerten in München, Frankfurt, Köln, Berlin
und Hamburg hierzulande live präsentieren werden.

USA zum Ende des letzten Jahrtausends. Grunge, die letzte große
Revolution der Rockmusik, ist bald zehn Jahre alt; auf dem Fundament
der ersten Grunge-Bands wie Nirvana, Pearl Jam oder Soundgarden
hat sich eine neue Szene so genannter Post-Grunge-Künstler etabliert,
die den Markt der amerikanischen Rockmusik kommerziell
bestimmt. Allen voran Creed, die erfolgreichste Rockband dieser Ära.
Mit gerade mal drei Alben platziert sich das Quartett im Olymp des
Alternative Rock. „Es war eine einzigartige, unwiederbringliche Zeit“,
beschreibt Gitarrist Mark Tremonti. „Was ich dort gelernt und erfahren
habe, wird mich mein gesamtes restliches Leben begleiten.
Und doch sollte man wissen, wenn etwas zu Ende geht, wenn es
keinen Sinn mehr macht.“ So geschehen 2004, wo die häufig zitierten
‚persönlichen Differenzen’ zur Trennung der Band führen.

Zwei Monate später kündigen die ehemaligen Creed-Mitglieder Mark
Tremonti
, Bassist Brian Marshall und Schlagzeuger Scott Phillips
die Gründung einer neuen Band an. Zusammen mit dem ehemaligen
Mayfield Four-Sänger Myles Kennedy heben sie Alter Bridge aus der
Taufe. Bereits im August des Jahres veröffentlichen sie ihr Debütalbum
One Day Remains. Der kraftvolle, melodiegetriebene, dynamischdruckvolle
Rocksound aus der Creed-Zeit ist geblieben, wird bei
Alter Bridge aber durch Elemente aus Blues, Soul, Hardrock und
Heavy Metal ergänzt. „Mit der Gründung von Alter Bridge war uns
allen eines klar“, so Tremonti. „Nämlich, dass wir uns zurückbesinnen
wollen auf unsere Wurzeln, dort, wo für uns alles begann.
Der Blues der Fünfziger, die experimentelle und zugleich höchst
authentische Rockmusik der Siebziger, der mitreißende Metal der
Achtziger, all das wollten wir in unseren Sound integrieren und in
die Neuzeit transferieren.“

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Das Vorhaben gelingt. Vom Fleck weg werden Alter Bridge als ausgezeichnete
neue Rockband akzeptiert und auf Tourneen durch die
USA und Europa gefeiert. Zurück in ihrer Heimat Orlando/Florida
trennen sie sich von ihrer Plattenfirma. Ohne einen Vertrag in der
Tasche mieten sie auf eigene Rechnung ein Studio in Nashville
und produzieren gemeinsam mit Michael Baskette und ohne jeden
äußeren Druck den Nachfolger zu One Day Remains. Anders als
noch beim Debüt wird nun auch Sänger Myles Kennedy stark in den
Prozess des Songwritings integriert. Blackbird, das derzeit für den
2. November angekündigte zweite Album, zeugt von einer stilistischen
Spannbreite und kompositorischen Vielschichtigkeit, wie sie nur
die wenigsten Rockbands der Gegenwart beherrschen. „Und doch“,
so glaubt Tremonti, „sind wir in erster Linie eine Live-Band. Nur deshalb
machen wir Platten, damit wir einen Grund haben, auf Tour zu
gehen.“ So versprechen die im Februar anstehenden fünf Deutschlandkonzerte,
eine rockmusikalisches Live-Erlebnis von außergewöhnlicher
Qualität zu werden.