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Ihre Auftritte sind das Maß aller Dinge in der Rockmusik. Bei ihren Konzerten verbindet sich Genialität, Leidenschaft und Glaubwürdigkeit einer charismatischen Band mit einer einzigartigen Publikumseuphorie. Sie haben damit eine eigene, unübertroffene Live-Dimension geschaffen, die seit dreieinhalb Jahrzehnten Fans in aller Welt bewegt. Nach fast fünf Jahren gehen Bruce Springsteen und die E-Street Band endlich wieder auf Tour. Im Sommer spielen sie in Deutschland zwei Stadionkonzerte in Düsseldorf (16.6.) und Hamburg (21.6.).

Ende September erschien „Magic“, die neue CD. Nach Aussagen von Springsteen-Manager Jon Landau handelt es sich um ein „high energy Rockalbum“, das unglaublich unterhaltsam sei mit einer virtuos spielenden E-Street Band. Das vorangegangene E-Street-Album „The Rising“ hatte 2002 die Nr. 1 der deutschen Charts erreicht. Der Millionenseller wurde mit drei Grammies ausgezeichnet.

Die Geschichte der Rockmusik enthält nur wenige Mythen und Legenden, die einer kritischen Betrachtung standhalten. Die Protagonisten populärer Kultur, Medien- und Publikumssuperlative unterliegen meist einem kurzfristigen Verfallsdatum, das von Zeitgeist und Moden definiert wird. Bruce Springsteen und die E-Street Band zählen zu den wenigen Künstlerpersönlichkeiten, die von diesem Mechanismus unberührt geblieben sind.

Schon über 35 Jahre wird die internationale Fangemeinde von dem aufrichtigen, romantischen und sozial engagierten Visionär fasziniert, der als „Zukunft des Rock’n’Roll“ apostrophiert wurde, jedoch Vergangenheit, Gegenwart und Perspektiven der Rockmusik gleichermaßen symbolisiert. Der in der Kleinstadt Freehold im US-Bundesstaat New Jersey aufgewachsene Musiker verkörpert die Glaubwürdigkeit und das Gewissen seiner Generation, die er immer wieder aufgerüttelt, überrascht und in seinen Bann gezogen hat.

Bezeichnungen wie „Boss“, „Marathon-Mann“, „Letzter Mohikaner der Rockmusik“ oder „Leader of the Gang“ bleiben schablonenhafte Versuche, einen Künstler zu beschreiben, der sich Vereinfachungen und Kategorisierungen entzieht. 15 Alben in einer Auflage von fast 100 Millionen und mehr als ein Dutzend Grammies dokumentieren die Stationen einer Reise mit zahlreichen Erfolgsetappen, Hindernissen aber auch Kehrtwendungen, wenn der Erwartungsdruck zu groß wurde. Beispielsweise als „The River“ mit „Nebraska“ eines seiner dunkelsten und zugleich schönsten Alben folgte oder der „Philadelphia“-Euphorie und der „Greatest Hits“-Veröffentlichung die poetisch-folkloristische, an dem John Steinbeck-Roman „Früchte des Zorns“ orientierte Song-Sammlung „The Ghost of Tom Joad“.

Als Schlüsselwerk von Bruce Springsteen und der E-Street Band gilt das 1984 veröffentlichte Album „Born in the USA“. Mit der Titelsingle und weiteren Hits wie „Dancing in the Dark“, „Cover Me“, „I am on Fire“, „Glory Days“, „I´m Going Down“ und „My Home Town“ erreichte Springsteens Message ein Millionenpublikum. Die Kehrseiten der Gesellschaft und des amerikanischen Traumes – Verlierer, Desperados und Träumer – wurden zu Material der Hymnen, die Bruce Springsteen in den Rang einer Ikone der Popkultur erhoben.

Die Springsteen-Saga beruht zu einem großen Teil auf der Suggestion seiner einzigartigen und unnachahmlichen Live-Präsenz. Hatte Springsteen es schon zu Anfang seiner Karriere wegen des Zeitlimits abgelehnt, im Vorprogramm zu spielen, so entstand hieraus sein Markenzeichen mehrstündiger Auftritte, die seiner spezifischen Dramaturgie folgend zu keiner Phase Langeweile aufkommen lassen.

In einem Zeitraum von über drei Stunden entwickeln Bruce Springsteen und die E-Street Band eine Dynamik und Energie bis hin zur absoluten Ekstase. Die Kraft der Songs packt den Zuschauer und führt ihn von Höhepunkt zu Höhepunkt bis zu den berühmten, ausufernden Zugaben. Die Fans erleben die leidenschaftlichste Live-Gruppe der Rockgeschichte, die nach Aussage von Bruce Springsteen besser spielt denn je. „Es ist ein sehr kraftvoller Sound, genau die Intensität, die ich mit der Band wieder erreichen wollte. Ich kann kaum darauf warten, dass uns die Fans wieder hören!“