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Chris Cornell agierte als Sänger und Gitarrist wegweisender Bands wie Soundgarden, Audioslave und Temple Of The Dog. Mehrere Grammy Awards hat der Bilderbuchmann des Rock bereits gewonnen und weltweit über 20 Millionen Alben verkauft. Solo feierte er zuletzt mit dem James Bond-Titelsong „You Know My Name“ Erfolge. Am 6. März erschien Chris Cornells neues, mit Timbaland (Madonna, Snoop Dogg, Björk) produziertes Album „Scream“, das mit seinem radikalen Stilwechsel überraschte. Darauf erfindet sich die Ikone neu: Aus dem überzeugten Rock-Shouter wurde ein Sänger mit viel Soul, Wärme und Tiefe. Das demonstrierte bereits die im Februar veröffentlichte Single „Part Of Me“. Nachdem der begnadete Frontmann bereits Ende Februar mit einem exklusiven Deutschland-Gig bewies, wie weit sein Stilspektrum mittlerweile gefasst werden muss, kehrt Chris Cornell zwischen dem 31. Mai und dem 24. Juni für fünf weitere Konzerte zurück. Bochum, Hamburg und Berlin sind die Stationen seines Deutschlandgastspiels. Überdies wird Cornell bei Rock am Ring und Rock im Park auftreten.

Seit über 20 Jahren prägt Chris Cornell die Musikwelt entscheidend mit. 1984 gründete er mit Soundgarden die Vorreiter-Band der Grunge-Bewegung, die mit der Hitsingle „Black Hole Sun“ einen Meilenstein der Rockmusik ablieferte. Cornell schrieb zudem das legendäre „Temple Of The Dog“-Album, das Mitglieder von Soundgarden und Pearl Jam vereinte. 2002 formte er mit Mitgliedern von Rage Against The Machine die Rock-Supergroup Audioslave, mit der er insgesamt drei Platin veredelte Alben aufnahm.

Doch Chris Cornell war immer mehr als nur ein Bandmusiker. Bereits mit seinem 1999er Solodebüt „Euphoria Morning“ erforschte er die enorme Bandbreite seiner Kreativität. Die Singleauskopplung „Can’t Change Me“ wurde für einen Grammy nominiert. 2007 sorgte Chris Cornell mit dem Album „Carry On“ und seiner Neuinterpretation des Michael Jackson-Klassikers „Billie Jean“ für Furore. „You Know My Name“, sein Titelsong zum James-Bond-Film „Casino Royale“, erreichte weltweit die Top 10 der Charts.

Heute lebt der in Seattle aufgewachsene Chris Cornell, dessen Urgroßmutter Deutsche war, in Paris. Neben seiner Karriere als Musiker und jüngeren Tourneen mit Aerosmith und Linkin Park war er 2006 das Gesicht der Frühjahrskollektion von Modedesigner John Varvatos. Außerdem eröffnete er das Edel-Restaurant ‚Black Calvados’ an der Seine. Auch mit der Produzentenwahl für sein neues Album „Scream“ überraschte Cornell: Er arbeitete mit Superproduzent Timbaland (Alicia Keys, Fall Out Boy, Jay-Z). Zusammen sorgen Cornell und Timbaland auf „Scream“ für eine futuristische Mischung aus druckvollem Rock, modernsten Soundeinflüssen und einer neuen, überraschenden Liebe zu R’n’B-Elementen. „Dieses Album ist ein neues Kapitel für mich“, gesteht Chris Cornell, und auch Timbaland sagt: „Es ist die beste Arbeit, die ich in meiner Karriere abgeliefert habe.“ Das Video zur ersten Single „Part Of Me“ wurde mit Boxweltmeister Wladimir Klitschko in New York gedreht.

Wladimir Klitschko war es denn auch, der Chris Cornell auf seinem bislang einzigen Deutschlandbesuch zum neuen Album auf der Bühne ankündigte. Das Konzert am 27. Februar im Berliner ColumbiaClub geriet zu einem echten Ereigni. Zunächst spielte Cornell das komplette neue Album in chronologischer Reihenfolge, bevor er im zweiten Teil ein fulminantes „Best of“ aus seiner über 20jährigen Karriere zum Besten gab. Das Besondere war dabei, dass er die Songauswahl auf Zuruf der Fans bestritt. So konnte man an dem Abend einige Klassiker hören, die Chris Cornell schon seit langer Zeit nicht mehr live gespielt hatte. Was beweist: Auch, wenn sich der facettenreiche Musiker mit seinem neuen Album eine große stilistische Freiheit gönnt, ist er mit seiner Musik immer nah bei den Fans und voller Verbundenheit zu den grandiosen Songs, die er über die Jahre schrieb. Entsprechend darf man für seine anstehenden Deutschlandgastspiele erwarten, dass er jeden Cornell-Fan zufrieden stellen wird – ob Rock, Grunge, Folk oder R’n’B.