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Fear Factory stehen für die innovative Weiterentwicklung von harter Musik. Jedes Album brachte eine Veränderung ihres Sounds, gefolgt von international wachsender Anerkennung über alle Genre-Grenzen hinweg. Nachdem die Band in den letzten Jahren verstärkt mit inneren Zwiespälten zu kämpfen hatte, präsentiert sie sich anno 2010 wieder von ihrer intensivsten Seite. Grund dafür ist die im vergangenen Jahr erfolgte Wiedervereinigung der kreativen Köpfe Burton C. Bell und Dino Cazarez. Gemeinsam arbeiteten die beiden am neuen Fear Factory-Werk „Mechanize“, dessen Veröffentlichung für Februar angekündigt wird. Im Rahmen ihrer anschließenden Welttournee spielen sie auch sechs Konzerte in Deutschland. Die Stationen ihrer Reise sind Herford (23.02.), Berlin (24.02.), Hamburg (06.03.), Köln (07.03.), Frankfurt (08.03.) und München (09.03.).

Fear Factory gelten seit ihrer Gründung 1990 als eine der progressivsten Kräfte des Metal-Genres. Aus gutem Grund: In ihrer mittlerweile 20-jährigen Karriere hat die Truppe aus Los Angeles niemals stagniert. Seit 1992 ihr Debütalbum „Soul Of a New Machine“ erschien, lotete die Band höchst erfolgreich die Grenzen brachialer Rockmusik neu aus. Ausgehend vom Grindcore und Death Metal, integrierten sie in ihren mitreißenden Sound zunehmend elektronische Elemente, aber auch Alternative Rock und Thrash Metal. Damit wurden sie zu Vorreitern eines neuen Genres, das die Presse ‚Industrial’ taufte.

Viele ihrer Alben sind Konzeptwerke, die sich mit dem Gegensatz „Mensch vs. Maschine“ beschäftigen: Eine mitreißend inszenierte Auseinandersetzung mit Science-Fiction-Visionen und dem Verlust der Menschlichkeit in der modernen Gesellschaft. Ein Thema, das auch den kommenden, siebten Longplayer „Mechanize“ inhaltlich beflügelt. Trotz dieser Tiefe und klanglichen Dringlichkeit avancierten Fear Factory zu Superstars. Mehr als eine Million verkaufte Alben in ihrer Heimat USA belegen ihre Ausnahmestellung. Und auch in Deutschland, wo jedes ihrer Werke seit dem zweiten Album „Demanufacture“ in die Top 40 der Longplay-Charts stieg, blicken sie auf konstant großen Erfolg.

Ihre Intensität und stilistische Einzigartigkeit zieht die Formation aus dem kreativen Aufeinandertreffen zweier Ausnahmemusiker. Sänger Burton C. Bell und Gitarrist Dino Cazarez sind die Keimzellen ihres überwältigenden Klangwalls. Bei ihnen entsteht die Kreativität aus Reibung: Erst die Gegensätzlichkeit ihrer Ideen ergibt dieses besondere Ergebnis. So führte dieses Ringen nach vier gemeinsamen Alben und mehr als 2.000 Konzerten 2002 zur Trennung von Bell und Cazarez. Zwei weitere CDs in wechselnden Besetzungen erschienen seitdem. Doch ein wichtiger Baustein schien zu fehlen.

Bis jetzt – denn nun kehren Fear Factory zu ihren frühen Glanztagen zurück. Bell und Cazarez legten ihre Meinungsverschiedenheiten bei und begannen gemeinsam von vorne. Ergänzt von Bassist Byron Stroud, seit 2004 dabei, sowie dem neuen Drummer Gene Hoglan, den Stroud von seiner zweiten Band Strapping Young Lad mitbrachte, kann man Fear Factory nach einer langen Phase der Introspektive nun in alter Stärke erleben. Das neue Album „Mechanize“ belegt dies in bestechender Weise.