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Dass das 80er-Revival vitaler ist als je zuvor, beweisen HURTS aus Manchester, ein Duo, das die stylishen Werte des 80er-Synthiepop mit spannendem Modernismus und exquisiter visueller Darstellungskraft verbindet. Ein Eindruck, den ihre Single „Wonderful Life“, die in Deutschland Platz 2 der Charts erreichte, bestätigte: ein perfekt austariertes Amalgam aus New Wave, Disco und Synthiepop. Im August 2010 erschien ihr Debütalbum „Happiness“, das fast überall in Europa in die Top 10 der Hitlisten einstieg und hierzulande mit Platin ausgezeichnet wurde. Nach umjubelten Auftritten im März und Juni kommen HURTS zwischen dem 30. September und 5. Oktober für fünf Shows erneut nach Deutschland. Stuttgart, Frankfurt, München, Düsseldorf und Erfurt sind die Stationen ihrer Konzertreise.

Manchester. Die pulsierende Industriestadt im Nordwesten Englands bringt immer wieder neue Trends, Szenen und Strömungen hervor. Legendär sind die Zeiten der ‚Factory’ in den 80ern, als dort erstmals Pop- und Clubmusik zu einem neuen Sound vermählt wurden. Man denke an Joy Division, The Smiths oder die Stone Roses: Bands, deren Status heute legendär ist. Auch in den 90ern war diese Stadt federführend: Mit dem Brüderpaar Liam und Noel Gallagher und ihrer Band Oasis erlebte Manchester die Geburtsstunde des Britpop.

Nun ist Manchester zurück auf die Landkarte der stil- und trendsetzenden Metropolen. Mit HURTS hat sich im Sommer 2009 eine neue Formation gegründet, die artifiziellen Klang und visuelle Individualität zu einem außergewöhnlich stilvollen Gesamtkonzept verbindet. Die britische Tageszeitung ‚The Guardian’ schrieb über das junge Duo: „Sie wirken, als ob sie von Helmut Newton gestylt, von Anton Corbijn arrangiert und von Trevor Horn produziert wurden.“

Womit sie unbeabsichtigt, aber ebenso unmissverständlich einen neuen Trend kreierten: Hier trifft das Beste aus den 80ern, transportiert in die Moderne, auf eine optische Ästhetik, die in ihrer künstlerischen Stringenz ihresgleichen sucht. So gilt die Single „Wonderful Life“ mit ihrem monochromen Kunst-Videoclip schon jetzt als ein junger Popklassiker. Belege dafür finden sich in mehr als einem halben Dutzend Top 20-Platzierungen innerhalb Europas. Überflügelt wurde dieser Erfolg vom Album „Happiness“, das in zehn europäischen Ländern in die Top 10 stieg. Mit ihrer letzten Singleauskopplung „Stay“ landeten HURTS wieder einen Volltreffer: Platz 3 in Deutschland, Platz 4 in Österreich und Platz 6 in der Schweiz. Für diese Leistungen wurden sie mit einem Bambi und einem Echo als „Newcomer des Jahres“ ausgezeichnet.

Sänger Theo Hutchcraft und Gitarrist/Keyboarder Adam Anderson folgen der Tradition der großen britischen Synthiepop-Formationen. Die Klangkonzepte von Künstlern wie Soft Cell, Heaven 17 oder Depeche Mode standen ebenso Pate wie die Schwarz/Weiß-Ästhetik von Joy Division oder Ultravox. Selbst Elemente wie Saxofon-Soli oder Italo-Disco erfahren bei HURTS eine Renaissance. Und doch sind die beiden Stilikonen keineswegs retro. Sie haben vielmehr aus der Popgeschichte eine neue Extravaganz geschaffen, die Mode, Musik und Moderne als lebendiges Gesamtkunstwerk erscheinen lässt.

Diese Stilsicherheit entstand nicht aus Zufall. Denn HURTS ist bereits das dritte Projekt von Hutchcraft und Anderson. Ihre ersten Arbeiten liefen unter dem Bandnamen Bureau, bevor sie die Formation Dagger gründeten. Doch ihre ganze stilbildende Grandezza fanden sie erst mit HURTS. Wie gut das live funktioniert, können die Fans im Herbst erneut erleben.