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Das britische Synthie-Duo Hurts tauchte 2010 aus dem Nichts auf und dominierte auf Anhieb die internationalen Charts. Sowohl ihr Debütalbum „Happiness“ als auch die überwältigenden Singles „Wonderful Life“ und „Stay“ hielten sich über Monate in den Hitlisten Europas und erlangten zahlreiche Gold- und Platinauszeichnungen. Mit ihrem eleganten Stil zwischen New Wave, Synthie-Musik sowie melancholischem Zeitgeist-Pop waren Theo Hutchcraft und Adam Anderson die Protagonisten einer neuen Bewegung von Künstlern, die die Ideale der 80er in die Gegenwart transportiert. 2013 erschien ihr zweites Album „Exile“, das die Erfolge des Debüts sofort bestätigte. Erneut enterten Hurts europaweit die Top 10 der Charts, die Single „Miracle“ entwickelte sich ebenfalls zum Hit. Nun wird ab dem 9. Oktober das nächste Kapitel ihrer außergewöhnlichen Karriere geschrieben: Dann erscheint mit „Surrender“ ihr drittes Album, das Hurts mit neuen Sounds und Akzenten zeigt. Zwischen dem 19. Februar und dem 16. März kommt das Duo für vier Konzerte in Köln, München, Berlin und Wiesbaden nach Deutschland.

Vieles, was bei Hurts wie ein klug überlegtes Gesamtkonzept wirkt, war eher die Folge von Zufällen. So ist das stilvolle Auftreten von Theo Hutchcraft und Adam Anderson, die mit ihren schmal geschnittenen Anzügen einen neuen Modetrend in England auslösten, dem Umstand geschuldet, dass sie vor ihrem Durchbruch häufig zum Sozialamt mussten und mit ihrer Kleidung Würde bewahren wollten. Auch ihr Sound entspringt eher einem intuitiven Gefühl als einem großen Masterplan. Natürlich finden sich bei Hurts Referenzen an den Pop und New Wave der 80er, an Künstler wie Joy Division, Depeche Mode oder Pet Shop Boys. Doch laut Theo Hutchcraft „sind wir zu jung, um tatsächlich eine Verbindung zu diesen Bands zu verspüren“.

Bereits vor Hurts unternahmen der 29-jährige Sänger Hutchcraft und der 31-jährige Keyboarder und Gitarrist Anderson mit den Synthie-Pop-Projekten Bureau und Daggers erste, zunächst erfolglose Schritte. Die Zeit schien noch nicht reif für ihren so mutigen wie modernistischen Blick auf die Ideale des 80er-Pop. Erst nach Gründung von Hurts trafen sie mit ihrer Melange aus melancholischen Melodien, eleganten Soundscapes, extravaganten Videos und subtil hoffnungsvollen Texten den Nerv des Zeitgeistes.

So fanden sie sich in der renommierten BBC-Liste ‚Sound of 2010’ wieder, ihre Single „Wonderful Life“ stieg europaweit hoch in die Charts und erhielt unter anderem in Deutschland und der Schweiz Multi-Platin. Im Fahrwasser dieser Errungenschaften geriet auch das im September 2010 veröffentlichte Album „Happiness“ zum Hit. In England avancierte es zum bestverkauften Debüt des Jahres, in elf weiteren Ländern notierte es unter den Top 10 und verkaufte sich bislang über zwei Millionen Mal. Ihre optische Präsentation schuf ein neues Bild von edler Coolness, das zur Trademark für eine ganze Generation junger Synthie-Musiker und ihrer Anhänger werden sollte.

2011 konnten Hurts die Früchte ihrer Arbeit ernten. Ein Bambi, ein Echo, ein Virgin- und ein MTV Movie Award sind nur einige der Preise, die die beiden Stilikonen gewannen. Auch das zweite Album „Exile“ steckte voller Stil, Eleganz sowie großer Pop-Hymnen und bescherte dem geschmackssicheren Duo hohe internationale Chartplätze. Von England bis zur Schweiz, von Finnland bis zur Niederlande – und auch in Deutschland: Überall landete „Exile“ in der Top 10.

Nun erscheint am 9. Oktober das dritte Album „Surrender“, das, anders als „Exile“, nicht auf Tournee geschrieben wurde, sondern behutsam in Montreux, Ibiza, New York und L.A. Gestalt annahm und insobesondere die Atmosphäre Hollywoods zwischen sonniger Leichtigkeit und morbidem Charme aufgreift.

Es weist viele neue stilistische Einflüsse von Fleetwood Mac über New Order bis hin zur sexy Funkyness von Prince auf und wird als ihr bislang optimistischstes Werk beschrieben, das sich vereinzelt sogar regelrecht fröhlich ausnimmt. Produziert wurde „Surrender“ erneut größtenteils vom Band-Vertrauten Jonas Quant, für die neuen Impulse zogen sie die ebenso gefragten wie progressiven Kollegen Stuart Price (Madonna, The Killers) und Ariel Rechtshaid (Haim, Vampire Weekend) hinzu – was bereits auf dem Papier höchst spannend klingt.