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Mit der Doppel-Tournee der beiden führenden amerikanischen Post-Hardcore-Protagonisten Pierce The Veil und Sleeping With Sirens dürfte sich ein Wunschtraum vieler Fans dieses Genres erfüllen. Denn die beiden Formationen zählen nicht nur zu den innovativsten und dynamischsten Bands in diesem Genre, sondern sind mittlerweile weit darüber hinaus ein Garant für eine gelungene Mischung aus Kommerzialität und Innovationsfähigkeit. Ihr jeweiliger Sound ist kompromisslos und konfrontativ, und doch finden sie stets die notwendige Prise Griffigkeit, um sich auch im Mainstream zu behaupten. So gelang Sleeping With Sirens mit dem aktuellen Album „Feel“ ein beachtlicher 3. Platz in den US-Billboard Charts, auch in England und Australien belegten sie eine Position unter den Top 30. Pierce The Veil verpassten mit ihrem 2012er-Album „Collide With The Sky“ die US-Top Ten denkbar knapp, der für Ende des Jahres angekündigte Nachfolger wird jedoch schon jetzt zu den meisterwarteten Alben des Herbstes gerechnet. Im Frühjahr 2015 kommen sie gemeinsam zu einer Doppel-Headline-Tour nach Europa, in deren Rahmen sie zwischen dem 22. und 27. März auch drei Deutschland-Shows in Berlin, Hamburg und Köln spielen werden.

Die Geschichte von Sleeping With Sirens begann 2009 in Orlando/Florida, als einige versierte Musiker damals jüngst verblichener Bands wie We Are Defiance und For All We Know nach einer neuen Ausdrucksform suchten. In den ersten Monaten kam und ging ein halbes Dutzend Musiker, bis man eine funktionierende Einheit gefunden hatte. Bereits ein knappes Jahr später erschien ihr Debütalbum „With Ears To See And Eyes To Hear“, das bereits einenPlatz unter den Top 40 der Billboard-Independent-Charts erreichte. Doch vor allem die atemberaubende Live-Energie, mit der Sänger/Pianist Kellin Quinn, die Gitarristen Jack Fowler und Jesse Lawson, Bassist Justin Hills und Schlagzeuger Gabe Barham im Konzert zu Werke gehen, schuf in ihrer Heimat zügig eine landesweite Anhängerschaft.

So gelang der Band trotz ihres radikalen, mit vielen Brüchen spielenden Sounds bereits mit dem zweiten Album „Let’s Cheers To This“ der Einstieg in die Top 100 der US-Billboard Charts. Es folgte eine lange Tournee durch Nordamerika, erstmals gemeinsam mit Pierce The Veil, mit denen sie eine enge Freundschaft verbindet. 2012 bewiesen Sleeping With Sirens mit der Akustik-EP „If You Were a Movie, This Would Be Your Soundtrack“ ihre emotionale und leise Seite. Obwohl die EP lediglich als digitaler Download erschien, platzierte sie sich auf Platz 17 der US-Charts und markierte damit ihren Durchbruch. Mit ihrem letzten Album „Feel“ stiegen sie 2013 in die Oberliga der zeitgenössischen harten Musik auf. Nominierungen in sechs Kategorien des Leser-Jahrespolls beim Fachmagazin ‚Alternative Press‘ belegen ihre Ausnahmestellung. Aktuell hat die Band, die in ihren Texten häufig mit christlichen Bildern und Gleichnissen agiert, bereits erste Aufnahmen zum kommenden Album absolviert. Wann jenes erscheint, ist noch nicht bekannt - auch weil Gitarrist Jesse Lawson unlängst seinen Ausstieg bekannt gab.

Pierce The Veil aus San Diego, als Band zwei Jahre länger dabei als die Kollegen und vom Sound her mit einem stärker ausgeprägten progressiven Rock-Element spielend, sind bezüglich ihres vierten Studioalbums bereits weiter: Es ist fertig eingespielt und soll im kommenden Herbst veröffentlicht werden. Nachdem die Band 2013 acht Nominierungen bei den Alternative Press-Awards erhielt, rechnet man fest mit dem endgültigen Durchbruch für das Quartett, das aus dem Brüderpaar Vic (Gesang, Gitarre, Keyboards) und Mike Fuentes (Schlagzeug) sowie Bassist Jaime Preciado und Gitarrist Tony Perry besteht. Dabei führten die mexikanischen Wurzeln der Mitglieder sowie ihr gelegentliches Flirten mit mittelamerikanischen Stilelementen zu einer eigenen Genre-Bezeichnung: Mexicore.

Mit ihren drei bislang veröffentlichten Studioalben wuchs die internationale Aufmerksamkeit stetig, Pierce The Veil tourten bereits mehrfach durch Nordamerika, Asien, Europa und Australien. Fans der Band sind immer wieder beeindruckt, mit welcher Präzision sie die Härte des Post-Hardcore mit dem virtuosen Element des Progressive Rock verbinden. Diesbezüglich gilt ihr 2012 veröffentlichtes, bislang letztes Album „Collide With The Sky“ als Referenzwerk, an dem sich viele andere Formationen orientieren. Außergewöhnlich ist auch die intensive soziale Arbeit der Mitglieder, die in zahlreichen gesellschaftlich bedeutsamen Bereichen - von Tierschutz über Suchtprävention bis hin zu der Betreuung von Mobbing-Opfern - einen engagierten Kampf aufgenommen haben. Dafür wurden Pierce The Veil 2012 von der Organisation PETA mit einem Liberation Award ausgezeichnet.