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Seit über zehn Jahren gehört die walisische Band Stereophonics zur Speerspitze der britischen Rockmusik. Seit ihrem zweiten Album „Performance & Cocktails“ von 1999 erreichten alle Nachfolger Platz eins der britischen Longplay-Charts. Zahllose Auszeichnungen und Awards untermauern ihre Sonderstellung. Mitte November erschien ihr siebtes Studioalbum „Keep Calm And Carry On“. Die Vorabsingle „Innocent“ zeugte erneut von künstlerischer Kontinuität und kompositorischer Größe. Im Anschluss an eine Tournee durch ihre Heimat werden die Stereophonics Ende Januar/Anfang Februar für drei Konzerte nach Berlin, Hamburg und Köln kommen.

Unaufgeregt, authentisch, liebevoll im Detail, mitreißend, ohne effektheischend zu sein: Die Attribute, mit denen die Stereophonics von den Medien seit jeher bedacht werden, sind so natürlich wie die Protagonisten selbst. Denn seit ihrer Gründung 1992 überzeugt die Formation aus dem walisischen Örtchen Cwmaman mit brillantem, unprätentiös dargebotenem Britrock. Das Bewahren dieser Natürlichkeit und Aufrichtigkeit ist ein zentrales Element, das ihre Musik und die gesamte Außendarstellung auszeichnet. Man spürt dies sofort, wenn man ein Stereophonics-Album hört: Es geht um den Song, dieses Wechselspiel zwischen intelligenten, gehaltvollen Texten, unwiderstehlichen Melodien und knackig produzierten, enorm stimmigen Songs mit der nötigen Portion Rock.

Diese Werte verfolgt die Band seit nunmehr 15 Jahren mit einer Konsequenz und gleichbleibenden Qualität, die bemerkenswert ist. Ursprünglich als Coverband gegründet, fanden Kelly Jones (Gesang, Gitarre), Richard Jones (Bass, Keyboard) und Stuart Cable (Drums) schon nach wenigen Monaten einen eigenen Stil und ihre signifikante Art des Songwritings. Richard Branson, ex-Chef von Virgin Records, wurde Mitte der 90er auf die Gruppe aufmerksam und nahm sie als eine der ersten für seine neue Plattenfirma V2 unter Vertrag.

Bereits mit dem Debüt „Word Gets Around“ gelang dem Trio ein erster Achtungserfolg: Das Album stieg auf Platz 6 der britischen Charts, die Singles „Traffic“ und „Local Boy In The Photograph“ schafften es in die Top 20. Seitdem gehören die Stereophonics zu den größten Konstanten der britischen Rockszene. Sie spielten unter anderem auf jedem wichtigen Festival mehrfach auf der Headliner-Position. So unaufgeregt und erdverbunden sich die Mitglieder geben, so mitreißend und dicht gestalten sich ihre Konzerte. Einen Beweis für ihre außergewöhnlichen Live-Qualitäten bot der Konzertmitschnitt „Live From Dakota“ von 2006.

Nach über zehn Jahren gemeinsamen Musizierens kam es Ende 2003 zum ersten Besetzungswechsel: Stuart Cable verließ die Stereophonics und wurde durch den Spanier Javier Weyler ersetzt. 2006 wurde aus dem Trio ein Quartett: Seither gehört der Casino-Gitarrist Adam Zindani zum festen Line-Up der Band. In dieser Besetzung spielten sie ihre bisher dichtesten Konzerte. Und so dürfen die deutschen Fans auch auf die drei anstehenden Konzerte Anfang 2010 höchst gespannt sein.