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Mit Stone Sour kommt im Juni eine Speerspitze des US-amerikanischen Rockzirkus nach Deutschland, um erstmals den zweiten Teil ihres Konzeptwerks „House Of Gold & Bones“ live vorzustellen. Der im vergangenen Oktober erschienene Part 1 dieser beiden zusammenhängenden Alben erreichte Platz 7 der Billboard Charts und eroberte die Spitzenpositionen der US-Hard Rock Charts sowie der britischen Rock Charts. Mit dieser Konzeptarbeit, die laut Frontmann Corey Taylor eine „Mischung aus Pink Floyds ‚The Wall’ und Alice in Chains‘ ‚Dirt’“ darstellt, untermauert die Band ihre Ausnahmestellung in der Rock- und Metal-Szene. Neben ihren Auftritten bei Deutschlands größten Festivals Rock am Ring und Rock im Park 2013 spielen Stone Sour eine exklusive Clubshow am 19. Juni in der Hamburger Großen Freiheit 36.

Stone Sour galten lange als loses Nebenprojekt des sonst bei Slipknot beschäftigten Sängers Corey Taylor. Bereits in den 90ern gegründet, wurde die Band aber für mehrere Jahre wieder auf Eis gelegt. 2002 erfolgte die Wiederbelebung der Idee zu Stone Sour, als Gitarrist Josh Rand mit frisch geschriebenen Songs an Taylor herantrat. 18 Monate arbeiteten sie am selbstbetitelten Debüt, das 2002 mit großem Erfolg erschien. Zwei Songs des Albums wurden sogar für einen Grammy in der Kategorie ‚Best Metal Performance‘ nominiert.

Durch Verzögerungen bei Slipknot gewann Taylor viel Zeit und Freiraum, Stone Sour voranzutreiben. In Abständen von jeweils vier Jahren entstanden die Alben „Come What(ever) May“ und „Audio Secrecy“, die beide in die US-Top 10 stiegen und zahlreiche internationale Erfolge verbuchen konnten. So landete „Audio Secrecy“ in Deutschland auf Platz 3 und knackte in England die Top 10. Die Kontinuität in der Arbeit hatte der Band zwischen Metal, Grunge und Hard Rock offenbar sehr gut getan.

So gut, dass Corey Taylor, Josh Rand, James Root (Gitarre), Roy Mayorga (Drums) und der erst 2012 hinzu gestoßene Studio-Bassist Rachel Bolan, der sonst bei Skid Row beschäftigt ist, als nächste Veröffentlichung gleich zwei komplette Alben aufnahmen. Der Zweiteiler „House Of Gold & Bones“ ist ein ausuferndes Konzeptwerk traditioneller Güte, wie man es in den 70ern in der Rockmusik aufnahm. Es erzählt eine zusammenhängende Geschichte und erhielt flächendeckend überragende Kritiken. Viele Rezensenten bemerkten die Spielfreude und technische Virtuosität der Musiker, einige erklärten den ersten Teil dieser Saga zu einem der wichtigsten Alternative Metal-Alben des neuen Jahrtausends.

Begleitet wird das Album durch ein eigens gezeichnetes Comic, das die Story der insgesamt 24 aufeinander aufbauenden Songs vertieft und wiedergibt. Mit dem ersten Teil ihrer Saga haben Stone Sour großen Geschmack auf Part 2 gemacht, der im kommenden April veröffentlicht wird. Man darf sehr gespannt sein, was die Jungs aus Iowa, die live am Bass derzeit von Johny Chow (ex-Cavalera Conspiracy) begleitet werden, an neuen Ideen und Songs mitbringen.