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Wer glaubt, Bands wie Him oder Evanescence hätten den Düstersound der Rockmusik erfunden, irrt. Niemand beherrscht den Klang der Nacht, der Trauer und des Zorns so perfekt wie die Gothic-MetalUrväter Type O Negative. Mehrere Platin- und Goldauszeichnungen erhielt das Quartett aus Brooklyn/New York in seiner Karriere. Jetzt veröffentlichen Frontmann Peter Steele und Co. ihr neues Album Dead Again und spielen in Hamburg (4.6.) und Berlin (15.6.) ihre ersten Deutschlandkonzerte seit über zwei Jahren!

Seit 18 Jahren sorgt diese einmalige Band inzwischen für Gänsehaut, Begeisterung und Kontroversen im Gothic-, Metal- und Doom-RockLager. 1991 veröffentlichten Type O Negative ihr Debütalbum Slow, Deep And Hard, ein programmatischer Titel. Das 1993er Werk Bloody Kisses brachte dann den kommerziellen Durchbruch. Mit Hits wie Christian Woman oder Black No. 1 erreichte die Platte ebenso Platinstatus wie ihr Nachfolger October Rust (1996) samt dem spektakulären Neil Young-Cover Cinnamon Girl. 1999 folgte World Coming Down und 2003 das vorerst letzte Album Life Is Killing Me.

Type O Negative sind Josh Silver (Keyboards), Kenny Hickey (Gitarre), Johnny Kelly (Schlagzeug) sowie Frontmann, Sänger und Bassist Peter Steele, ein Zweimeter-Mann mit langen schwarzen Haaren und tiefer Stimme. Im August 1995 sorgte er für Aufsehen, als er sich für das Magazin ‚Playgirl’ auszog. Steeles oftmals kontroverse Texte machen auch vor der pikanten Kombination ‚Religion und Sex’ keinen Halt. Viele der Type O Negative Videos wurden deshalb zensiert. Dennoch liefern ihre Songs regelmäßig den Soundtrack zu Horrorfilm-Kassenschlagern wie ‚The Blair Witch Project’, ‚Nosferatu’ oder ‚Ich weiß, was du letzten Sommer getan hast’.

In den letzten drei Jahren war es still um Type O Negative geworden. Nun kehrt die Band mit Dead Again und zehn Songs zurück, die alles verkörpern was diese Band stark macht: Metal, Gothic, Industrial, wütende Punk-Ausbrüche inmitten tonnenschwerer Mammutkompositionen. Hinzu kommen die morbiden Texte und bittersüßen Melodien Peter Steeles. „Die Musikwelt war nie zuvor so trostlos wie heute”, erklärt er. „Ich will nicht mit ihr in Verbindung gebracht werden. Type O Negative haben mit Trends nichts zu tun.“

Für viele Bands würden derartige Aussagen und eine fast dreijährige Pause den kommerziellen Selbstmord bedeuten. Nicht so für Type O Negative. „Wenn du gezwungen wirst, jedes Jahr eine Platte zu schreiben, wie willst du dich dann verändern?“, erklärt Silver schlüssig. „Wir waren auf jedem unserer Alben eine neue Band.” Mit alten Stärken. Die ersten Live-Eindrücke der ‚neuen alten’ Type O Negative bieten zwei exklusive Deutschlandkonzerte im Juni dieses Jahres.