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VersaEmerge haben in ihrer kurzen Geschichte schon einiges erlebt. Die Band aus Port St. Lucie/Florida hat in drei Jahren drei EPs in wechselnden Besetzungen eingespielt. Mit dem im letzten Sommer veröffentlichen Debütalbum „Fixed At Zero“ hat das Trio seine künstlerische Mitte gefunden. Es ist ein spannendes Amalgam aus treibendem Alternative Rock, sehnsüchtigen Melodien und einem zauberhaft femininen Touch. Ende Mai kommen VersaEmerge erstmals nach Deutschland. Rund um ihre Auftritte bei Rock am Ring und Rock im Park gastieren sie am 31. Mai in Hamburg und am 6. Juni in Köln.

Anfangs war es nicht leicht für die aus den Resten der aufgelösten Post-Punker My Fair Verona hervorgegangenen Formation. Zunächst musste sie sich personell finden, um im Anschluss die schwierigste Aufgabe überhaupt zu bewältigen: einen signifikanten Bandsound mit individueller Ästhetik zu kreieren. VersaEmerges Klangrahmen funktioniert wie eine allseits akzeptierte, grob abgesteckte Spielfläche. Was die einzelnen Bandmitglieder innerhalb dieses Rasters an Ideen, mutigen Experimenten und leidenschaftlich-unbekümmerten Spielereien entwickeln, ist ihnen überlassen. So lange es mitreißt und eine künstlerische Herausforderung verspricht, ist alles erlaubt.

Für ein solches Konzept der ungefilterten Kreativitätsausbrüche, die erst später zu Songs werden, benötigt man verlässliche Parameter. VersaEmerges eindrücklichste Konstante ist Sierra Kusterbecks mysteriös facettenreiche Leadstimme, ihr gekonnt inszeniertes Rollenspiel zwischen naivem Mädchen und verruchter Femme fatale, zwischen kessem Selbstbewusstsein und schüchterner Neugier. Erst ihre Stimme verleiht den oft rein intuitiv entworfenen, über Monate auf Konzerten weiterentwickelten Indie-, Rock- und Postpunk-Songs etwas Unverwechselbares.

VersaEmerge ging es nie um voluminöse Rockröhren. Sie suchten vielmehr nach Persönlichkeit, Charisma und einer Aura, die selbst von großen Festivalbühnen strahlt, und fanden es in der damals 17-jährigen Sierra. Seitdem geht es für die Band aufwärts. Ob auf dem renommierten South By Southwest-Festival in Austin, auf der Vans Warped Tour oder während mehrerer US-Tourneen mit Kollegen wie Boys Like Girls und Cobra Starship, überall erspielten sich VersaEmerge eine neue Fangemeinde. Das amerikanische Magazin Alternative Press adelte sie daraufhin zur ‚New Class of 2010’.

Seit Veröffentlichung ihres Debütalbums „Fixed At Zero“ werden VersaEmerge als neue Hoffnung des amerikanischen Alternative Rock gehandelt. „Fixed At Zero“ bietet dabei das Beste aus zwei Jahrzehnten des Genres: fordernde Angriffslust, intensive Emotionalität, schweren Rock im harten Kontrast zu teils betont weich intonierten Melodien. Es ist eben alles erlaubt, was gefällt. Live entwickeln VersaEmerge ständig neue Ideen und Einfälle, um jeder Show eine faszinierende und individuell gestaltete Dramaturgie aus Druck, Dynamik und improvisierten Überraschungen zu verleihen.