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Der australische Sänger, Songwriter und Multi-Instrumentalist Xavier Rudd ist ein Phänomen. Spielerisch verbindet er die Wurzeln indianischer Musik mit amerikanischem Blues, karibischem Flair und moderner Songwriter-Grandezza. Mit sieben Alben in zehn Jahren erspielte sich Xavier Rudd eine treue Fanbasis, sowohl in seiner Heimat Australien als auch auf dem nordamerikanischen Kontinent, wo man ihn zu den spannendsten Songwritern der Gegenwart zählt. Mit seinem am 20. März erscheinenden, achten Studioalbum „Nanna“ beginnt für den Virtuosen an Gitarre, Didgeridoo, Banjo und zahlreichen weiteren Instrumenten ein neues Kapitel seiner aufregenden Karriere: Erstmals hat er mit den United Nations, mit einer festen Band aus herausragenden, international zusammengesetzten Musikern, im Studio gearbeitet. Gemeinsam kommen Xavier Rudd And The United Nations nun zwischen dem 30. Juni und 16. Juli für drei Konzerte in Hamburg, Frankfurt und München auf Deutschland-Tournee.

Xavier Rudd war 20 Jahre alt als man sein außergewöhnliches Talent entdeckte. Geboren in Torqay/Victoria, einem ehemaligen Reservat der Aborigines, fand er bereits während der Schulzeit seine künstlerische Erfüllung in der Verbindung von indianischen Wurzeln und westlich-modernen Einflüssen. Insbesondere nordamerikanischer Blues und Folk schienen sich perfekt zu eignen, um mit den Werten und Harmonien ursprünglicher Aborigine-Musik inhaltlich und musikalisch in Einklang gebracht zu werden. So lernte Xavier Rudd neben Gitarre, Bass, Banjo, Mundharmonika und Lapsteel auch Instrumente wie das Didgeridoo oder eine Vielzahl an traditionellen Schlagwerken virtuos zu beherrschen.

2002 erschien sein Debütalbum „To Let“, das in seiner Heimat auf großes Interesse stieß. Auch Kanada und die USA entdeckten die berührend aufrichtigen Songs Xavier Rudds. Tourneen mit Jack Johnson, G. Love & Special Sauce oder Ben Harper untermauerten diese Begeisterung. Dies ist kein Zufall, denn insbesondere im Konzert zeigt sich Rudds musikalische Qualität. Dort wird jeder Song zu einer Hymne, bei der Text, Melodie und instrumentale Präsentation eine homogene und zugleich innovativ-eigenständige Symbiose eingehen.

Gerade seine Texte sind es, die aus Xavier Rudd einen außergewöhnlichen Musiker machen: Hier verbindet er auf poetische Weise persönliche Erlebnisse mit Gedanken über Ökologie, Globalisierung, die Unterdrückung von Minderheiten sowie seine grundsätzliche Liebe für Lebewesen jeder Couleur. Der überzeugte Vegetarier und PETA-Aktivist plädiert für mehr Offenheit und Aufrichtigkeit untereinander, ohne dabei zu predigen oder mit erhobenem Zeigefinger Botschaften in das Bewusstsein seiner Zuhörer zu pressen. Insbesondere die Lebensumstände der australischen Ureinwohner liegen ihm am Herzen, was er dadurch verdeutlicht, dass er einige seiner Lieder in altertümlichen Aborigine-Sprachen singt.

Seine Kunst vereint Rassen und Klassen, Völker und Musikliebhaber überall auf der Welt und versteht es, bei aller grandiosen musikalischen Unterhaltung auch neue Gedanken anzuregen und an das Gewissen der Hörer zu appellieren. All diese Ambitionen bündeln sich nun in der handverlesenen Band The United Nations, die Musiker mit den unterschiedlichsten kulturellen Backgrounds in sich vereint. Darunter Australien, Südafrika, Samoa, Papua Neuguinea und ein Deutscher. Gemeinsam schufen sie in den Tuff Gong Studios mit „Nanna“ ein konzeptuelles Album, das wie ein Weckruf an die Spiritualität des Menschen, den Schutz unseres Planeten und die Erhaltung individueller Schöpferkraft wirkt. Für Xavier Rudd beginnt damit ein neues Kapitel – für seine Fans zeigt sich dieser begnadete Künstler vor allem in ganz neuem Licht, das ihn mit einigen der virtuosesten Musiker des Globus im kreativen Austausch zeigt.